Kältewelle in Südamerika: Mindestens 200 Todesopfer

kalt

Datum: 20. Juli 2010
Uhrzeit: 18:39 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Anhaltende Tiefsttemperaturen bereiten Probleme

Mindestens 200 Menschen fielen in Südamerika der polaren Kältewelle zum Opfer. Alleine in Peru, wo die Temperaturen in höheren Lagen der Anden unter minus 25 Grad Celsius fielen, starben 150 Menschen, darunter 42 Kinder, an Lungenenzündung und Erkrankungen der Atemwege.

Der polare Kältewelle, die sich vom südlichen Argentinien über Chile, Bolivien, Paraguay, Peru und Brasilien bis nach Uruguay erstreckt, fallen immer mehr Menschen und Tiere zum Opfer. Viele Menschen sterben durch Unterkühlung, aber auch durch das Einatmen von Kohlenmonoxid aus defekten Heizgeräten.

Der Kälteeinbruch verursachte in Argentinien Temperaturen bis zu 14 Grad unter Null. Mindestens sechzehn Menschen starben an den Folgen der polaren Kaltluft. Inzwischen gab es viele Todesopfer durch Kohlenmonoxidvergiftungen. Die Heizgeräte, meist mit Propangas betrieben, waren eine lange Zeit nicht im Einsatz und sind defekt. In mehreren Provinzen des Landes gibt es mittlerweile Engpässe bei der Bereitstellung von Propangasflaschen.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen, die den Süden des Landes besonders getroffen hat, starben in Peru mindestens 150 Menschen. In den hohen Anden-Regionen fiel das Quecksilber auf unter minus 25 Grad Celsius. Die meisten Todesfälle wurden bei Kindern und älteren Menschen registriert. Viele Menschen leiden unter akuten Infektionen der Atemwege, etwa 20.000 werden wegen ähnlicher Symptome behandelt. Insgesamt starben in Peru seit Anfang Juni 409 Menschen an einer schweren Lungenentzündung.

Mittlerweile starben in Paraguay mindestens acht Obdachlose an Unterkühlung, eine Peson an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Mindestens 600 Stück Vieh verendeten im Norden des Landes.

In Chile fielen der eisigen Polar-Luft zwei Menschen zum Opfer. 100.000 Stück Vieh sind durch starke Schneefälle akut gefährdet. Bolivien verzeichnet 23 Todesfälle, davon fünf alleine in den letzten Stunden.

Bereits vergangener Woche starben in Uruguay zwei Menschen an Unterkühlung. Die Temperaturen sanken in den vergangenen Tagen bis zu  5 Grad unter Null.

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