Kältewelle in Südamerika: Über 100 Kinder in Peru gestorben

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Datum: 22. Juli 2010
Uhrzeit: 01:21 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
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Autor: Redaktion
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► Polare Kälte hat mehre Länder Lateinamerikas im Griff

In den letzten Tagen starben in Peru nach offiziellen Angaben 101 Kinder an Lungenentzündung und Atemwegserkrankungen. In Lima, der Hauptstadt von Peru, fiel das Thermometer auf eine neue historische Marke von 8,8 Grad Celsius, die niedrigste Temperatur, die in letzten 40 Jahren registriert wurde.

In Peru fallen immer mehr Kinder der polaren Kälte zum Opfer. Bisher wurden im laufenden Jahr über 200 Todesfälle registriert. Insgesamt gehen die Behörden von mindestens 500 Toten aus, die an Lungenentzündung und Infektionen der Atemwege starben. Mehr als 11.000 Kinder unter fünf Jahren wurden bisher in diesem Winter mit akuten Atemwegsinfektionen in den Krankenhäusern behandelt.

Die Regierung in Bolivien schloss mehrere Schulen, um die Gesundheit der Schüler zu schützen. Für die Departements La Paz, Oruro, Cochabamba und Chuquisaca wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Bisher starben 23 Personen an den unwirtlichen Wetterbedingungen.

In Paraguay und Brasilien erfroren mehr als 5.000 Rinder. Die Verluste für die Viehwirtschaft werden von den Behörden auf über 2 Millionen Euro beziffert.

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