Uruguay: Forderung von Tabárez sorgen für Unmut

Datum: 27. Juli 2010
Uhrzeit: 23:00 Uhr
Ressorts: Sport, Uruguay
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Nationalcoach will sein Gehalt vervierfachen

Uruguays Nationaltrainer Óscar Tabárez sorgt derzeit mit hohen Gehaltsforderungen für Unmut bei Verband und Vereinen des Landes. Laut einem Bericht im Sportmagazin Ovación fordert der 63-jährige im Falle der geplanten Vertragsverlängerung bis zur WM 2014 mittlerweile die Vervierfachung seines Gehaltes von 25.000 auf 100.000 US-Dollar monatlich. Zudem will er im Fall einer vorzeitigen Entlassung eine Abfindung von neun Monatsgehältern erhalten. Vereinfacht gesagt: 900.000 US-Dollar.

Der Exektutivrat des uruguayischen Fussballverbandes AUF hat die Forderungen mittlerweile als unbezahlbar zurückgewiesen, selbst wenn der Staat das Engagement unterstützen würde. Auch die Club-Manager der nationalen Liga zeigten sich von der über die gesamte Vertragslaufzeit gerechneten Summe von 4,8 Millionen US-Dollar extrem schockiert. Inzwischen werden vermehrt Stimmen laut, die Verhandlungen sofort abzubrechen und sich nach einem anderen Trainer umzusehen.

Zuvor hatten die Verantwortlichen Tabárez eine Gehaltserhöhung um 10.000 US-Dollar auf 35.000 US-Dollar monatlich angeboten. Sollte der Staat weitere Mittel freigeben, könne über eine Maximalsumme von 50.000 US-Dollar geredet werden. Dies war zuletzt auch Gegenstand der Verhandlung mit dem Trainer, der in den vergangenen Tagen vermehrt Anfragen aus dem Ausland erhalten hatte.

Óscar Tabárez ist in Uruguay bei den Fans noch sehr beliebt. Mit der Nationalelf gelangte er bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bis ins Halbfinale, erst dort mussten sich Diego Forlán und Kollegen der Niederlande geschlagen geben. Das Spiel um Platz 3 verlor die „Celeste“ schliesslich mit 2:3 gegen Deutschland. Es war jedoch für den zweifachen Weltmeister (1930, 1950) der grösste Erfolg seit der WM 1970 in Mexiko.

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