Grubenunglück in Chile: Kaum noch Hoffnung für eingeschlossene Kumpel

Datum: 11. August 2010
Uhrzeit: 03:28 Uhr
Ressorts: Chile, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Behörden rechnen mit dem Schlimmsten

Am vergangenen Donnerstag ereignete sich um 14:00 Uhr in der Region Atacama, in der kleinen chilenischen Kupfermine San Esteban, etwa 80 Meilen nördlich von der Stadt Copiapo, ein Grubenunglück. Mindestens 34 Bergleute sind in einem Stollen, 450 Meter unter der Erde gefangen.

Alle Rettungsversuche der Behörden schlugen bisher fehl. Seit 120 Stunden besteht kein Kontakt zu den Eingeschlossenen. Laut dem ehemaligen Direktor des Nationalen Dienstes für Geologie und Bergbau (Sernageomin), Anton Hraste, muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden. „Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, sollten den Tatsachen aber ins Auge sehen. Die Mine darf nie wieder geöffnet werden“.

„Ich bin überzeugt, dass dieses Bergwerk eine sehr schlechte Technologie hat. Die Sicherheit wurde vernachlässigt“, fügte der ehemalige Direktor hinzu. Der Präsident von Chile, Sebastián Piñera, hat internationale Hilfe angefordert. ”Wir haben Kontakt mit Peru, USA, Kanada und Australien aufgenommen. Diese Staaten haben grosse Erfahrung und besitzen die Technologie, die uns helfen kann. Dies werden wir nutzen”, so Piñera.

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