Auch bei den GI’s gibt es zweierlei

Afghanistan

Datum: 29. August 2010
Uhrzeit: 20:25 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Otto Hegnauer
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Eine Leserin hat mir einen rührigen Artikel geschickt, den ich gleich übersetzen und verbreiten möchte, das scheint auch der Wunsch des Autors zu sein. Er passt zu den Themen „Schlagzeilen“ und „Verallgemeinerungen“, über die ich schon öfters geschrieben habe ( „Nach dem Erdbeben würde man in den Schlagzeilen wieder lesen, in Argentinien sei ein Büsi von einem Traktor überfahren worden“, erinnern Sie sich ? ). Und es passt zum heutigen Sonntag, der nicht mehr lange dauert.

Ähnliche Bilder sind mir im Kopf von der Flucht aus Haiti aufgestiegen, Flucht vor dem Erdbeben und dem Tod, Bilder zum Weinen (Nur der Himmel stürzt nicht ein). Aber es muss ja nicht immer Erdbeben, und nicht immer Haiti, es darf auch einmal Afghanistan sein. Auch dort versuchen „wir“ fremde Werte überzustülpen, mit Geld und Gewalt, seit vielen Jahren. Und verallgemeinern dabei munter drauflos (im Sinne „alle Afghanen sind….“, „alle Muselmanen sind…“ etc. etc. etc.)

Hier einmal das, was Schlagzeilen WERT ist. Das Herz eines Soldaten, das Herz eines Menschen, das Herz eines Vaters… das ist es, was Schlagzeilen machen sollte, anstelle von alldem was uns ein bisschen wichtig erscheint. Die Geschichte ist hart, aber es ist herzerwärmend, wenn man dieses Foto von John Gebhardt in Afghanistan anschaut. Frau Mindy Gebhardt, erzählt, dass die ganze übrige Familie des kleinen Mädchens erschossen wurde. Die Aufständischen wollten es auch töten und zielten auf seinen Kopf, aber zum Glück ging der Schuss daneben und es musste nicht sterben. Man brachte es in das Spital von John. Die Krankenschwestern sagten, er sei der einzige der das Mädchen beruhigen könne, also hat er das Bündel vier Nächte in seinen Armen gehalten und die zwei schliefen auf diesem Stuhl. Die Kleine beginnt sich langsam zu erholen. John aber ist ein wahrhaftiger Kriegsheld und er zeigt, dass es auch bei den GI’s zweierlei gibt.

Das, meine Freunde, ist es Wert, mit dem Rest der Welt geteilt zu werden. Tun Sie es!!! Nie werden Sie so etwas in den Nachrichten finden. Halten Sie die Nachricht auf Trab! Wenn Sie es nicht tun, wird nichts passieren, wie meist. Aber die Welt hat es nötig, dass etwas passiert. Hat es nötig, solche Fotos zu sehen, sich zu vergegenwärtigen dass wir, incl. GI’s, nicht nur Maschinengewehre, sondern auch Herzen haben – selbst wenn es „nur“ für ein ganz kleines Mädchen ist.

„Schicken wir es um die Welt!“

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Die exklusive Haiti-Kolumne im latina press Nachrichtenportal von Otto ‚Swissfot‘ Hegnauer. Der ehemalige Lehrer lebt seit mehreren Jahrzehnten auf Haiti und berichtet exklusiv von seinem täglichen Leben auf der Insel Hispaniola.

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