Guido Westerwelle: Lateinamerika ist Partner bei Globalisierung

Espinosa-Weltsaal

Datum: 07. September 2010
Uhrzeit: 18:53 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Bundesregierung verabschiedet umfassendes Lateinamerika-Konzept

Die Beziehungen zu Lateinamerika und der Karibik sind das Schwerpunktthema der neunten Botschafterkonferenz, zu der Bundesaußenminister Westerwelle die Leiterinnen und Leiter der deutschen Auslandsvertretungen ins Auswärtige Amt geladen hat. Ehrengast bei der Eröffnung der Konferenz war die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa Cantellano.

„Wer die Globalisierung mitgestalten will, braucht gleichgesinnte Partner“, so der Bundesaußenminister. Die Bundesregierung habe daher erst kürzlich ein umfassendes Lateinamerika-Konzept verabschiedet. Die Länder des Kontinents teilten mit Deutschland die Werte individueller Freiheit und der Herrschaft des Rechts. Deutschland brauche starke Partner, wie Lateinamerika, damit die „Globalisierung der Märkte durch eine Globalisierung der Werte“ ergänzt werde.

Westerwelle nannte seine mexikanische Amtskollegin Espinosa Cantellano „eine lebende Kronzeugin für die Deutsche Auswärtige Kulturpolitik“. Die hervorragendes Deutsch sprechende Ministerin besuchte die Deutsche Schule in Mexiko und war Botschafterin ihres Landes in Berlin und Wien.

Ministerin Espinosa hob in ihrer Rede, die sie vollständig auf Deutsch hielt, die tiefe Freundschaft und hervorragende Zusammenarbeit hervor, die Mexiko mit Deutschland verbinde. Der lateinamerikanische Kontinent, in dem viele Länder – wie auch Mexiko – zur Zeit zweihundert Jahre ihrer Unabhängigkeit feiern, durchlaufe eine aussichtsreiche Etappe seiner Geschichte. Demokratie und freie Wahlen gehörten heute für die meisten Länder der Region zum politischen Alltag.

Auch die Wirtschaft sei gut aufgestellt. Für dieses Jahr werde die Region im Schnitt ein Wachstum von 4,1 Prozent erzielen. Zudem hätten sich die  Finanzen vieler Staaten erholt. Wichtige Aufgaben blieben die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und der Bildung sowie die Bekämpfung von Armut und Kriminalität. Mexiko, das ein umfassendes Reformprogramm begonnen habe, freue sich auf eine enge Kooperation mit Deutschland. Dies gelte auch mit Blick auf die Klimakonferenz in Cancún. Espinosa resümierte: „Wir dürfen die Chancen, die Cancún uns bietet, nicht vertreichen lassen. Es steht sehr viel auf dem Spiel.“ Mexiko begrüße die deutsche Führungsrolle beim Klimaschutz in der EU.

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