Elf tote Kinder bei Bootsunglück in Brasilien

Bootsuntergang

Datum: 14. September 2010
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Ressorts: Brasilien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Opfer der Tragödie allesamt aus gleicher Familie

Beim Untergang eines mit achtzehn Personen besetzten Fischerbootes im brasilianischen Bundesstaat Bahia sind mindestens elf Personen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich durchweg um Kinder zwischen 1 und 11 Jahren sowie um ein Mädchen im Alter von 16 Jahren.

Wie die Militärpolizei von Casa Nova (Bahia) bekannt gab, war das nur mehrere Meter lange als „Rabeta“ bekannte Boot völlig überladen und ist vermutlich durch starke Winde gekentert. Das Unglück ereignete sich auf dem Lago de Sobradinho, etwa 780 Kilometer von der Hauptstadt Salvador de Bahia entfernt. Die 16-köpfige Großfamilie wollte auf eine nahe gelegene Insel übersetzen, um Verwandte zu besuchen.

Zwei nicht zur Familie gehörende Brüder steuerten das Boot. Sie müssen sich nun vermutlich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Außer ihnen überlebten drei Mütter, die Großmutter der Kinder und ein weiterer Erwachsener die Tragödie.

Die Polizei hat die Opfer der Tragödie inzwischen identifizieren können:

  • Lidiane Ferrreira Lacerda – 16 Jahre
  • Pablo Ferreira Lacerda – 6 Jahre
  • Cauan Ferreira Lacerda – 5 Jahre
  • Marcos Vinícius Ferreira Lacerda – 3 Jahre
  • Raí Ferreira Lacerda – 6 Jahre
  • Inês Vitória Ferreira Lacerda – 1 Jahr und acht Monate
  • Enzo Carlos Lacerda – 1 Jahr und elf Monate
  • Tarcílio Ferreira Lacerda – 6 Jahre
  • Jackson Ferreira Falcão – 11 Jahre
  • Matias – 5 Jahre
  • Jucicarla Ferreira Lacerda – 10 Jahre

Das Boot war nach Polizeiangaben nur für drei Personen bis maximal sechs Personen ausgelegt. „Da kann man keine ganze Familie mit befördern. Die Wahrscheinlichkeit, dass solch eine Reise gut geht, ist eigentlich gleich Null“, so ein Polizist gegenüber lokalen Medien. Die seit einer Woche in der Region herrschenden starken Winde könnten das Boot nach Ansicht von Experten zum Kentern gebracht haben.

Der Sobradinho-Stausee (Lago de Sobradinho) ist eine Talsperre im Norden des brasilianischen Staates Bahia, mit deren Bau 1972 begonnen wurde. Der Stausee ist ungefähr 320 km lang. Sein Speicherinhalt reicht aus, um die Region zwei Jahre lang mit Energie zu versorgen. Der See wird vom Rio São Francisco gespeist, einem der größten Flüsse in Brasilien.

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