Neu entdeckte Welsart im Regenwald Perus frisst vornehmlich Holz

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Datum: 14. September 2010
Uhrzeit: 14:50 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Neue Spezies lebt im tiefen Dschungel Amazoniens

In Peru hat ein Wissenschaftler der US-Naturschutzorganisation „The Nature Conservancy“ (TNC) einen bislang nicht katalogisierten Wels entdeckt, der sich hauptsächlich von Holz ernährt. Gleich mehrere Exemplare konnte im Juli und August entdeckt und eingehend untersucht und studiert werden. Ein wissenschaftlicher Name wurde den zwischen 30 und 65 Zentimeter langen schuppenlose Knochenfischen jedoch bislang nicht gegeben.

Der Süsswasserspezialist Dr. Paulo Petry (Foto) fand die ungewöhnliche Fischart im Bundesstaat Amazonas im dichten und scheinbar undurchdringlichen Regenwald. Dort war der bekannte Experte im Rahmen einer wissenschaftlichen Expedition auf den Flüssen „Purú“ und „Yurú“ in der Nähe des legendären Wracks der „Fitzcarraldo“ unterwegs.

Die dort in der Region lebenden Indianer vom Stamm der „Sharanahua“ nennen die zu der Gattung der „Callichthyidae“ gehörende Welsart Ishgunmahuan, was übersetzt soviel wie „langer gepanzerter Wels“ bedeutet. Im spanischen Sprachgebrauch wird das imposante Tier als „carachama gigante“ bezeichnet.

Besonders augenfällig ist die Anordnung und Form der löffelartigen Zähne, mit dem der Wels die Rinde und das weiche Holz von im Wasser treibenden Ästen und Stämmen ohne grosse Mühe abschaben kann. Die wissenschaftliche Neuentdeckung soll dabei Holz bevorzugen, bei welchem der Zersetzungsprozess bereits begonnen hat.

In Südamerika sind bislang rund 4.700 Süßwasser-Fischarten katalogisiert worden. Jedes Jahr werden rund 100 weitere Spezies entdeckt. Alleine in der Gruppe der Welse sollen über 800 verschiedene Arten existieren. Rund zehn davon sollen wie die nun entdeckte Art fast ausschliesslich Holz fressen. Sie leben nach Angaben von Dr. Petry vornehmlich im Magdalena-Becken (Kolumbien), im Orinoco-Becken (Venezuela) und im Amazonas-Becken (Brasilien, Peru).

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