Chávez und Morales nutzen Krise in Ecuador für Kritik an USA

ecuador

Datum: 01. Oktober 2010
Uhrzeit: 10:26 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Präsidenten von Venezuela und Bolivien versuchen von eigenen Problemen abzulenken

Die Präsidenten von Venezuela und Bolivien warfen dem Weißen Haus in Washington vor, für den Aufstand in Ecuador verantwortlich zu sein. Die Regierung von Barack Obama hatte bereits gestern die Unruhen in Quito scharf verurteilt.

Hugo Chávez und Evo Morales sind für ihre permanente Kritik an der US-Regierung bekannt. Nun nutzten die unter starkem Populationsverlust leidenden Staatsoberhäupter die Unruhen in Ecuador, um erneut von den gewaltigen Problemen ihrer eigenen Regierungen abzulenken.

„Wir fordern die US-Regierung dazu auf, nicht weiter ihre Hände nach diesem Kontinent auszustrecken“, teilte Chávez auf der Dringlichkeitssitzung der Union Südamerikanischer Nationen  (UNASUR) in Buenos Aires mit.

Die Worte des Präsidenten fanden allerdings kein Echo. Alle Führer der Region betonten ihre einstimmige Unterstützung für die ecuadorianische Regierung.  Der amtsausübende Generalsekretär Néstor Kirchner betonte, dass es eine „einstimmige Unterstützung quer durch den ganzen Kontinent“ gebe.

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  1. 1
    togo

    Latina Press nutzt Putschversuch in Ecuador für Kritik an Chávez und Morales

  2. 2
    prolatin

    Gott sei Dank, kommunistische Schmierblätter gibt es genug

  3. 3
    Gast

    Merkwürdig ist, dass es immer die gleichen blinden Bankrotteure sind, die ihr Schandmaul aufreißen. Von modernem Management keine Ahnung, aber Lippe riskieren. Allerdings werden sie ja nicht einmal mehr von ihren Amtskollegen für voll genommen. Armes Venezuela, armes Bolivien—weiter geht die Fahrt in die internationale Bedeutungslosigkeit.

  4. 4
    roland-g

    „Ein Putsch ist eine überraschende, meist gewaltsame Aktion einer kleineren Gruppierung von Militärs, meist einer gesellschaftlichen Minderheit, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu übernehmen“

    „Es gab ein paar Tausend streikende Polizisten die im gesamten Land wegen der Kürzung von Sondervergütungen gegen Correa teilweise gewalttätig Protestierten. Der als Exzentriker bekannte Präsident hat angesichts der aufgeheizten Stimmung nichts besseres zu tun als sich zum Schrecken seiner Sicherheitskräfte mitten ins Getümmel zu stürzen. Dabei explodiert eine Tränengasgranate in seiner Nähe und er verlor eine seiner Krücken. Deswegen wurde er von seinen Sicherheitsleuten in ein nahe gelegenes Polizeikrankenhaus transportiert. Er wurde dort behandelt, hatte die Möglichkeit mit seinen Regierungsmitgliedern und anderen Staatschefs wie z.B Frau Kirchner zu telefonieren und gab Telefoninterviews an die Medien. Dabei hatte er die Gunst der Stunde erkannt und gab an entführt worden zu sein und erklärte wegen eines Staatsstreiches den Ausnahmezustand. Die Klinikleitung gab an, dass er jederzeit die Klinik verlassen könne (was aber seine Sicherheitsleute wegen wütender Demonstranten vor der Tür wohl für zu gefährlich hielten) und uneingeschränkt Kontakt nach draußen (über Telefon) halten könne. Die Polizeiführung des Landes erklärte öffentlich, dass es sich um einen Streik handele und keinerlei politische Motive bestünden.“

    Vielleicht gibt es doch noch einige, die den kleinen Unterschied erkennen.

    Auch in Deutschland gibt es Demonstrationen, auch gewalttätige; und niemand spricht dann von einem Putsch.

  5. 5
    Chris

    Das Chavez das nun gleich wieder auf seine Banner schreibt war ja abzusehen.
    Thema Latina-Press.com wer finanziert das eigentlich ?? Weiss man das ?

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