Venezuela: Enteignung von Agroisleña wird Preise im Landwirtschaftssektor senken

agroislena

Datum: 05. Oktober 2010
Uhrzeit: 07:23 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Unternehmen bat Präsidenten seinen Entscheid zu überdenken

Präsident Hugo Chávez gab bekannt, dass nach der Enteignung  des nationalen Unternehmens Agroisleña seine Regierung die Preise für Saatgut und Dünger an die Landwirte überwachen wird. Nach seinen Worte hatte das Unternehmen in der Vergangenheit zu sehr mit den Preisen von Saatgut spekuliert, was der Landwirtschaft des Landes schadete.

„Nun ist genug, ich gab ihnen eine Chance, die sie nicht nutzten“, teilte das Staatsoberhaupt nach Unterzeichnung des Dekrets über die Verstaatlichung von Agroisleña mit. „Ihre Proteste sind in Ordnung. Sie haben jedes Recht, aber sie sind enteignet. Jetzt werdet ihr sehen, was dadurch geschieht. Wir werden die Preise für Düngemittel und Saatgut senken. Unsere Landwirtschaft braucht keine Preise, die ständig explodieren“.

„Es ist sehr schwer zu glauben, dass ein Unternehmen wie Agroisleña jemals enteignet werden konnte. Die einzige Erklärung, die uns in den Sinn kommt ist die, dass der Präsident nicht ausreichend informiert wurde“, lautete die Erklärung von Agroisleña, die die Enteignung ablehnen und Chávez aufforderten, seine Entscheidung zu überdenken.

Der Vorstand des Unternehmens teilte mit, dass die Firma in den letzten 11 Jahren die größten Investitionen in ihrer Geschichte durchführte und mehr als 18.000 landwirtschaftlichen Unternehmen im Land Waren auf Kredit verkaufte. Mehrere Dutzend Arbeiter protestierten am Montag vor den Büros des Unternehmens, mit Aufschriften wie „Nein zur Enteignung“.

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  1. 1
    roland-g

    “Ihre Proteste sind in Ordnung. Sie haben jedes Recht, aber sie sind enteignet. Jetzt werdet ihr sehen, was dadurch geschieht. Wir werden die Preise für Düngemittel und Saatgut senken. Unsere Landwirtschaft braucht keine Preise, die ständig explodieren”

    Wenn Señor Presidente mal so rigoros bei den Lebensmittelpreisen reagieren würde.
    Und was das Volk bzw. die Arbeitnehmer denken, interessiert hier schon lange nicht mehr.

  2. 2
    regina -g

    Klar – Preise senken .
    ABER – nebenbei muss ja auch noch weiter gewirtschaftet / erwirtschaftet werden , weil , von nix kommt nix
    Da fällt mir gleich das Beispiel Zement ein
    Nach der Verstaatlichung ein festgeschriebener Preis
    NUR gab’s ab da keinen Zement mehr , und wenn ,
    dann auf irgendwelchen Hinterhöfen bei den „Rojos“
    zum Doppelten Preis ….
    Jaaaa , so läuft der Sozialismus hier !!!

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