Venezuela: Chávez enteignet Niederlassung der US-Firma Owens-Illinois

chavez

Datum: 26. Oktober 2010
Uhrzeit: 04:49 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Verstaatlichungswelle rollt weiter

Hugo Chávez gab während einer zweistündigen Rede bekannt, dass die US-Firma Owens-Illinois wegen “ jahrelanger Ausbeutung“ von venezolanischen Arbeitern und „Zerstörung der Umwelt“ enteignet wird.

Wegen angeblicher Ausbeutung von Mitarbeitern und Verschmutzung der Umwelt  ist in Venezuela die dortige Niederlassung der US-Firma Owens-Illinois enteignet worden. „Wir haben Owens-Illinois enteignet“, teilte der bolivarische Führer mit. „Sie haben über die Jahre nur die Abeiter ausgenutzt und die Umwelt in Trujillo [eine im Westen Venezuelas gelegene Stadt, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Trujillo] zerstört. Fahrt in die Hügel und schaut es an. Es gibt eine weitere Liste (von Unternehmen) da draußen, die Enteignungen werden später bekannt gegeben“, fügte er hinzu.

Owens-Illinois ist der weltweit größte Hersteller von Behälterglas. Jeder zweite Glasbehälter der auf der Welt hergestellt wird, wird entweder direkt oder unter Lizenz von O-I produziert. O-I unterhält 80 Produktionsstätten in 22 Staaten auf fünf Kontinenten. Nach der Bekanntgabe der Enteignung verweigerte das Unternehmen, welches Niederlassungen in Kolumbien, Brasilien, Peru, Ecuador und der Karibik besitzt, jeden Kommentar.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Chris

    Das Thema “ Ausgebeutete Arbeiter“ hángt mir ehrlich gesagt auch schon aus dem Hals… Sobald man etwas Arbeitsleistung fúr den ausgezahlten Monatslohn verlangt fühlen sich die Angestellten ausgenutzt und ausgebeutet. Weiterbildungslehrgánge stehen garnicht zur Debatte , oder wenn dann nur zur wáhrend der reguláren Arbeistzeit und mit anschliessenden zusátzlichen Lohnerhöhung. Hatte selbst auch Angestellte hier in Argentinien , auch wenn es nur 6 waren…..nie wieder !!!!!!

  2. 2
    regina -g

    “Sie haben über die Jahre nur die Abeiter ausgenutzt und die Umwelt in Trujillo [eine im Westen Venezuelas gelegene Stadt, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Trujillo] zerstört.“

    Ist doch totaler Schwachsinn !!
    Aber
    wenn man einen Grund sucht – „findet“ man auch einen ,
    um ein weiteres Unternehmen zu verstaatlichen .

  3. 3
    Michaela

    Das „Argument“ ist hanebüchen, völlig haarsträubend!

    So sieht es aus:
    Diese Firma hat bisher Polar mit Glasbehältern versorgt.
    Bier, Babynahrung etc. Dass Hugo es auf Polar abgesehen hat, ist ja nichts Neues, bislang konnte der Konzern sich erfolgreich gegen die Verstaatlichung wehren. Nun versucht Hugo es durch die Hintertür und dreht dem wichtigen Zulieferer den Hahn ab.

    Wenn Polar nun die benötigten Flaschen und Gläser teuer importieren muss, steigen die Preise für die Produkte. Im Land der galoppierenden Inflation werden damit Polar-Produkte unerschwinglich für einen Grossteil der Bevölkerung. Oder – anderes Szenario – Hugo schreibt z. B. den Bierpreis vor. Auch damit könnte er auf lange Sicht Polar in die Knie zwingen.

  4. 4
    Chris

    Das wäre natürlich eine Erklárung , das klingt einleuchtend , aber genau das sind doch “ Imperialistische “ Methoden welch von ihm immer angeprangert werden …..

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