Venezuela: Menschen warten zehn Jahre auf ein Zuhause

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Datum: 04. November 2010
Uhrzeit: 06:49 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Seit Jahren nur leere Versprechungen

Seit zehn Jahren verspricht die venezolanische Regierung den Menschen in der Region von Plaza und Zamora den Bau von 20.000 Wohnungen. Bisher wurden 800 fertiggestellt, wegen fehlender Details in der Konstruktion aber nicht an alle Besitzer übergeben.

Angesichts der jüngsten Verstaatlichungswelle gingen in der Region viele Menschen auf die Strasse. Mehrere Interessenverbände hatten die Menschen mobilisiert. Die Familien haben Angst, verfolgen die Entwicklung der letzten Jahre mit Sorge. „Wir leben seit 20 Monaten in Zelten, wir brauchen ein angemessenes Zuhause. Es gibt nur leere Versprechungen, unsere Sorgen und Nöte werden außer Acht gelassen“, teilte Yesica Santana mit.

Santana hat mit einer Gruppe von 88 Familien die seit Jahren leerstehenden Häuser besetzt. Am gestrigen Mittwoch erschienen Soldaten der Nationalgarde und mehrere Polizeieinheiten. Sie forderten die Menschen zum verlassen der Behausungen auf. „Wir haben kleine Kinder, viele Frauen sind schwanger. Die Häuser stehen seit Jahren leer. Wir glauben der Regierung kein Wort mehr“, erklärte eine verzweifelte Santana. „Wir warten seit vielen Jahren auf die Versprechungen und wir werden uns nicht vertreiben lassen. Sie können die Häuser nicht jeden Tag bewachen“.

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  1. 1
    albert einstein

    reden kann man sehr sehr lange, aber eines tages muss man liefern. wenn wir so schustern würden, wie das die führerrige seit jahren tut, würde man an den pranger gestellt, oder kommt ins gefängnis. in venezuela aber verbietet man der presse und einem jeden, das zu berichten was sache ist und lässt nur hobludeleien gelten. wer nicht spurt, ist ein feind und muss verfolgt werden. sind wir denn in die zeit der barbaren zurück versetzt worden??? in vielen punkten JA

  2. 2
    Chris

    Wobei aber nicht erwáhnt wird das all diese Häuser bitteschón als Geschenk angesehne werden ! Die Leute setzte vorraus das sie in den Häusern dann auch umsonst leben können , viele bezahlen dann nicht einmal Strom , , Wasser usw. das ist hier in Argentinien das gleiche ., Die Mittelschicht bezahlt mit den stándig erhöhten Steuern die Wohnungen , Grundstücke , den Strom ,das Wasser und auch das Gas fúr Leute die keinerlei Ambitionen haben selber etwas zur Verbesserung ihres Lebensstandards zutun . Im Gegenteil , wenn ich an den morgen vorbei fahre sitzen die schon bei einem Tetra-Wein und lachen sich kaputt úber die die jeden Tage arbeiten gehen .-…

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