Cholera: Internationale Kampagne gegen Dominikanische Republik

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Datum: 26. November 2010
Uhrzeit: 04:37 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Angst der potenziellen Urlaubsgäste wird ausgenutzt

Aus der Cholera-Epidemie im Nachbarstaat der Dominikanischen Republik versuchen internationale Reiseveranstalter Kapital zu schlagen. Laut dem dominikanischen Minister für Tourismus, Francisco Javier García, soll dabei die Angst der potenziellen Urlaubsgäste ausgenutzt werden, um sie für eine anderes Feriendestination zu gewinnen.

Der Minister wies ausdrücklich darauf hin, dass diese Kampagne nicht von den Regierungen der Länder iniziert werde. Vielmehr handele es sich um Unternehmen, die mit einer internationalen Kampagne versuchen den Fluss von Touristen, welche in die Dominikanische Republik reisen wollen, abzulenken.

Die Lage durch die Cholera-Epidemie in Haiti wird von Tag zu Tag dramatischer. Nach jüngsten Zahlen des nationalen Gesundheitsministeriums hat sich die Zahl der Cholera-Toten in den vergangenen 24 Stunden auf nunmehr 1.603 erhöht. Rund 70.000 Menschen wurden bislang untersucht, etwa 30.000 mussten stationär behandelt werden.

Im ebenfalls auf der Karibikinsel Hispaniola gelegenen Nachbarstaat Dominikanische Republik verhält sich die Lage unverändert. Gemäss einer Stellungnahme des dortigen Gesundheitsministeriums wurden am Donnerstag keine neuen Fälle von Cholera registriert. Zudem wurden vier Verdachtsfälle gemäss den Testergebnissen als negativ befunden. Bislang sind drei Dominikaner und ein Haitianer in dem beliebten Urlaubsparadies an der Seuche erkrankt.

Garcia versicherte den Touristen, die in die Dominikanische Republik reisen, dass sie nicht von der Cholera oder einer anderen Krankheit betroffen sein werden. Der Karibikstaat verfügt nach seinen Worten über ein zuverlässige Gesundheitssystem.

StepMap-Karte StepMap

In der Dominikanischen Republik sind bisher mehr als 50 Menschen am Denguefieber gestorben. Nach Angaben von mehreren Ärzten und örtlichen Gesundheitszentren ist die schlechte und unzureichende Qualität der zur Verfügung gestellten Dienstleistungen im Gesundheitswesen mit für die hohe Zahl der Todesfälle verantwortlich.

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