Unwetter in Venezuela: Berichte über angebliche Plünderungen

chavez

Datum: 01. Dezember 2010
Uhrzeit: 18:40 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Größte Regenmenge seit mehr als 40 Jahren

In Venezuela stehen weite Teile des Landes unter Wasser. In den letzten Stunden mehren sich die Berichte von Nutzern der sozialen Plattformen Twitter und Facebook, dass es vermehrt zu Plünderungen in den betroffenen Gebieten kommt. Die Regierung in Caracas hat dies inzwischen vehement bestritten. „Es gibt Menschen, die sind Böse und Gottlos. Sie berichten vermehrt von Plünderungen und Chaos. Wir rufen alle Venezolaner/innen auf, sich nicht von Gerüchten leiten zu lassen“, teilte Verteidigungsminister Carlos Mata mit.

In Venezuela sind zehntausende Menschen auf der Flucht. Mehrere Teiche sind gebrochen, Wassermassen überfluten ganze Dörfer. Tagelange schwere Regenfälle haben mehrere Ortschaften komplett überflutet. Tausende der meist armseligen Behausungen wurden beschädigt oder zerstört. Die Regierung hat inzwischen mehr als 1.200 Tonnen Lebensmittel zur Verfügung gestellt, bis zu 10.000 Zivilschutzhelfer, Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten sind im pausenlosen Einsatz.

Zahlreiche Erdrutsche haben selbst wichtige Verbindungsstrassen blockiert, eine Versorgung ist oftmals nur aus der Luft möglich. In elf der 23 Bundesstaaten fällt der Unterricht an den Schulen aus. In den betroffenen Gebieten starben bisher mehr als 34 Menschen. Über das soziale Netzwerk Twitter berichten immer mehr Menschen, dass die Regierung die Situation nicht unter Kontrolle haben soll und planlos agiere. Viele verlassene Geschäfte sollen geplündert worden sein, vielerorts wird von chaotischen Zuständen berichtet.

Starke Regenfälle veranlassten die Behörden erneut den Simon Bolivar International Airport mehrmals vorübergehend zu schliessen. Das Nationale Institut für Zivilluftfahrt (INAC) teilte mit, dass es auch in den nächsten 24 Stunden zu temporären Einstellungen des Flugverkehrs kommen kann. Nach Angaben der Meteorologen wurden im Monat November die größten Regenmengen seit mehr als 40 Jahren gemessen.

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  1. Ich finde diese Nachrichten sehr widersprüchlich:

    Wenn die Behausungen so „armselig“ sind, was soll dann dort zu plündern sein ?

    Außerdem – wie können Häuser geplündert werden, wenn sie völlig unter Wasser stehen ? Es sei denn, die Plünderer trügen Taucheranzüge und Tauchermasken. Dies scheint mir eher ein Szenario aus einem schlechten Science-Fiction-Film zu sein.

    Wahrscheinlich kommen diese Nachrichten wieder aus „oppositionellen Kreisen“ Venezuelas und sind „made in the USA“. Die überall Einfluss nehmenden US Medien lassen keine Gelegenheit aus, VENEZUELA schlecht zu machen.

    Sie sollten lieber einmal Reportagen über die Warteschlangen vor ihren eigenen Suppenküchen der Heilsarmee und/oder Fotos aus den „Tent Cities“ – den Zeltlagern der Armen – in den USA zeigen.

    Auch die Fotos ihrer völlig ölverseuchten Küsten am Golf von Mexico sieht man nie. Stattdessen kommen jede Menge Horrornachrichten aus südamerikanischen Ländern, die den Herrenmenschen der USA und NATO nicht genehm sind.

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