Dominikanische Republik: 21 Kinder durch den Verzehr von Samen vergiftet

Datum: 04. Dezember 2010
Uhrzeit: 06:01 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Für den Menschen giftige Samen

Einundzwanzig Kinder wurden in der Dominikanischen Republik nach dem Verzehr von Samen des „Sandbüchsenbaum“ (Hura crepitans) vergiftet. Die Kinder, im Alter zwischen 21 Monaten und zehn Jahren, sowie eine Frau wurden mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus von Juan Pablo Pino behandelt.

Nach Berichten der Vergifteten wurden ihnen die Samen als sogenannte „Weihnachts Käfer“ von einem unbekannten Mann geschenkt. Nach dem Verzehr der toxischen Samen traten Magenschmerzen und Erbrechen auf, die Erkrankten begaben sich sofort in ein Krankenhaus.

Der Sandbüchsenbaum, in der Dominikanischen Republik „Javilla“ genannt, ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 30 m und Stammdurchmesser von bis zu 2 m erreichen kann. Er besitzt eiförmige Laubblätter, die 12 bis 20 cm lang werden und bis zu 60 cm breit werden können. Die großen Kapselfrüchte trocknen während des Reifeprozesses aus, wodurch Spannung entsteht. Wenn sie ausgereift ist, explodieren die holzigen Früchte mit einem Knall, wodurch die für den Menschen giftigen Samen bis zu 40 m weit katapultiert werden.

Der Baum besitzt einen weißen Milchsaft, der von Fischern als Fischgift genutzt wurde. Außerdem wurde er als Pfeilgift von den Kariben genutzt. Aus dem qualitativ nicht hochwertigen Holz können Möbel hergestellt werden, das unter dem Namen Hura verkauft wird. Die Blätter und die Wurzelrinde finden Verwendung als Heilmittel. Der Hura crepitans kommt unter anderem in Brasilien, Venezuela, Costa Rica, den Bahamas und Kuba vor.

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