Simon Wiesenthal Center: Iran plant Basis für Mittelstreckenraketen in Venezuela

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Datum: 04. Dezember 2010
Uhrzeit: 12:58 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Situation sei mit Kuba-Krise von 1962 vergleichbar

Das Simon Wiesenthal Center hat die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) dazu aufgerufen, einen vom Iran geplanten Bau einer Basis für Mittelstreckenraketen in Venezuela zu untersuchen. Der förmliche Antrag wurde am Freitag in Panama von Dr. Shimon Samuels, Leiter für internationale Angelegenheiten, an den Sekretär für Außenbeziehungen der OAS, Adam Blackwell, übergeben.

Das Wiesenthal Center verfügt nach eigenen Angaben über Informationen, dass der venezolanische Präsident Hugo Chávez bei seinem Besuch im Oktober in Teheran ein entsprechendes Abkommen mit seinem Amtskollegen Mahmud Ahmadinedschad unterzeichnet hat. Laut der Organisation will der Iran seine strategische Kooperation mit dem Regime von Hugo Chávez vertiefen. Samuels bezieht sich zudem auf eine Meldung der deutschen Tageszeitung „Die Welt“. Das Blatt berichtete in seiner Onlineausgabe über die Existenz einer entsprechenden Vereinbarung zwischen beiden Staaten. Der bisher geheim gehaltene Vertrag soll die Einrichtung einer gemeinsam betriebenen Raketenbasis in Venezuela und die gemeinsame Entwicklung von Boden-Boden-Raketen vorsehen.

In dem Antrag bringt die Organisation ihre Befürchtungen zum Ausdruck, dass der geplante Bau einer Basis für Mittelstreckenraketen ein ähnliches Konfliktpotenzial bergen könnte wie während der Kuba-Krise im Jahr 1962. Laut der Stellungnahme verfüge Iran über ein Atomprogramm, Venezuela über Uranvorkommen. Die Raketen hätten zudem eine Reichweite von 1.500 Kilometern, was dem Iran eine Vormachtstellung auf dem Kontinent ermöglichen würde. „Ich denke, dass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Situation wie 1962 zu vermeiden, als die Welt vor einem Atomkrieg stand“ betonte Samuels die Dringlichkeit des Antrags.

Das Simon Wiesenthal Center, gegründet 1977, ist eine internationale Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles und setzt sich hauptsächlich mit der Thematik des Holocausts auseinander. Die Organisation beschäftigt sich mit Rassismus, Antisemitismus, Terrorismus und Völkermord. Das Zentrum ist sowohl in den Vereinten Nationen als auch bei der UNESCO als Nichtregierungsorganisation (NGO) zugelassen.

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  1. 1
    togo

    :-))))

    Die einzige Quellenangabe von der Tageszeitung „Welt“ waren „westliche Sicherheitskreise“. Also nicht sehr vertrauenswürdig. Die Melsung geistert auch schon seit Jahren in den Medien herum. Bisher gab es dafür noch nie einen Beleg

  2. 2
    ttenzer

    Irrtum schützt vor Strafe nicht und Mittelstreckenraketen in Venezuela sind nicht hinnehmbar. Gerücht oder nicht Gerücht.

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