Jagd auf Buckelwale: Greenpeace rügt Dominikanische Republik

Datum: 07. Dezember 2010
Uhrzeit: 11:35 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Jährliche Gebühr nicht bezahlt

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Dominikanische Republik zurecht gewiesen. Laut Milko Schvartzman, Greenpeace-Koordinator der Ozeane in Lateinamerika, ist die DomRep der Kampagne der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Jahr 2009 zwar beigetreten, habe aber nicht die jährliche Gebühr von 10.000 US Dollar bezahlt. Nach seinen Worten besitze der Nachbarstaat von Haiti deshalb auch kein Stimmrecht.

Das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs ist ein internationaler völkerrechtlicher Vertrag, welcher 1946 geschlossen wurde um den Walfang zu regulieren. Es wurde am 2. Dezember 1946 von 42 Nationen in Washington D. C. (USA) unterzeichnet und trat am 19. November 1948 in Kraft. Die 62. Jahrestagung fand vom 21. bis 25. Juni 2010 in Agadir statt. Es kam ein Vorschlag zur Abstimmung, wonach Japan, Island und Norwegen der Walfang mit festen Quoten für zehn Jahre erlaubt werden sollte. Der Vorschlag wurde jedoch abgelehnt.

„Nicht nur, dass die Dominikanische Republik eine Stimme im Ausschuss hat. Ihre Anwesenheit im IWC ist sehr wichtig. Das Land besitzt eine der wichtigsten Walbeobachtungsstationen in der Karibik „, so Schvartzman. Samaná ist eine Provinz im Nordosten der Dominikanischen Republik und umfasst die gleichnamige Halbinsel. In der 14 km breiten Bucht von Samaná kann man von Dezember bis März Buckelwale beobachten, die zur Paarung dorthin kommen.

Etwa 85 Prozent des im Nordatlantik lebenden Buckelwalbestandes (ca. 10.000 Exemplare), die man hier “ballenas jorobadas” nennt, verbringen die Wintermonate zwischen Mitte Januar und Mitte März nach einer langen Wanderung von Island und Grönland via Neu-England in den warmen karibischen Gewässern. Zu ihren bevorzugten Paarungs- und Wurfplätzen vor Ort gehören die unzugänglichen Silberbänke (Banco de la Plata), eine langgezogene Untiefe etwa 150 Kilometer nordöstlich von Puerto Plata und die Samanábucht, der größte geschützte Naturhafen der Karibik. Tausende von Beobachtern, unter anderem aus Brasilien, Venezuela, Argentinien und Europa, beobachten dieses gewaltige Naturschauspiel.

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