Sacharow-Preis: Bisher keine Ausreiseerlaubnis für Guillermo Fariñas aus Kuba

Datum: 10. Dezember 2010
Uhrzeit: 18:29 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Positive Auswirkung auf die Beziehungen zwischen Kuba und der EU

Die kubanische Regierung hat bisher keine Ausreiseerlaubnis für Guillermo Fariñas zur Sacharow- Preisverleihung nach Strassburg erteilt. Dem Dissidenten, der den Preis als “Anerkennung für seinen Kampf für Demokratie und Menschenrechte” erhielt, soll der Preis am kommenden Mittwoch persönlich übergeben werden.

Europaparlaments-Präsident Jerzy Buzek setzte sich für eine Reiseerlaubnis von Fariñas ein. Er hat die Regierung von Kuba aufgerufen, Guillermo Fariñas nach Strassburg reisen zu lassen. „Die Anwesenheit von Herrn Fariñas würde vom Parlament sehr geschätzt“, teilte Buzek in einer offiziellen Erklärung an den kubanischen Präsidenten Raúl Castro mit. „Dies würde gleichzeitig auch eine positive Auswirkung auf die Beziehungen zwischen Kuba und der EU haben“.

Der renommierte Sacharow-Preis für geistige Freiheit (auch EU-Menschenrechtspreis genannt) geht bereits zum dritten Mal an einen Dissidenten auf die Karibikinsel. 2002 zeichnete das Europaparlament den Regierungskritiker Oswaldo José Payá Sardiñas aus, 2005 die “Damas de Blanco”, deren Männer und Söhne für Meinungs- und Pressefreiheit eingetreten sind und deshalb vom kubanischen Regime verhaftet wurden. Die Damen in Weiß, die auch heute noch Schikanen ausgeliefert sind, wurde allerdings die Ausreise zur Preisverleihung verweigert.

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  1. 1
    Pinareno

    Gebt dem muchacho 2 hamburgesas und ne cocacola, steckt ihn in einen Flieger nach Spanien. Dort bekommt er einen Anzug und ne Sozialwohnung – das dürfte mehr sein als er jemals wollte!
    Schönen Tag noch “ Dissidente“

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