Venezuela: „Memoirs of Simón Bolívar“ – ein Buch das Chávez nicht gefallen dürfte

bolivar

Datum: 14. Dezember 2010
Uhrzeit: 06:19 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Volksheld soll eitel und arrogant gewesen sein

Das von Heinrich Ludwig Villaume verfasste Buch „Memoirs of Simón Bolívar“ ist nun in spanisch erschienen und dürfte dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez nicht gefallen. Villaume, auch Louis Henri Ducoudray Holstein genannt, beschreibt den von Chávez glühend verehrten Volkshelden als Frauenheld, der zudem eitel, arrogant und feige war.

Heinrich Ludwig Villaume, auch Louis Henri Ducoudray Holstein genannt, wurde am 23. September 1772 in Schwedt/Oder geboren. Villaume war General der Napoleonischen Armee, Festungskommandant in der Republik Cartagena, Pädagoge und Autor eines Buches über Simón Bolívars Befreiung Südamerikas. Bolívar kommt in dem Werk nicht gerade gut weg, weil Villaume den „Feuereifer“ Bolívars für sein Vaterland nicht sehr schätzte.

Er traf den Befreier Simón Bolívar im Januar 1816 in Haiti und schloss sich ihm an. Villaume beteiligte sich an der Landung auf Margarita im Mai und der dortigen Einsetzung Bolívars als Oberbefehlshaber. Nachdem er sich mit Bolívar überworfen hatte, gab er Musikunterricht in Haiti, dem Nachbarstaat der Dominikanischen Republik und Curacao. Holstein starb in Albany in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts. Er war ein sehr vielseitiger und hochintelligenter Mann.

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  1. 1
    togo

    Und was genau hat das mit Chávez zu tun? Es beruft sich ja so gut wie jeder Politiker in dieser Gegend auf Bolívar…

  2. 2
    Olivia Kroth

    Mal wieder ein wenig Anti-Chavez-Hetze in Deutschland ?
    Schade, dass die Bundesrepublik immer noch eine Kolonie der USA ist, welche konstant gegen VENEZUELA und dessen Präsidenten hetzen.

  3. 3
    Olivia Kroth

    P.S. Noch ein Kommentar konkret zu dem im Artikel besprochenen Buch:

    HUGO CHÁVEZ dürfte keine Zeit haben, das Buch von Heinrich Villaume zu lesen. Er ist damit beschäftigt, seinen von der Regenkatastrophe geschädigten Landsleuten Unterkünfte zu beschaffen.

    Apropos SIMÓN BOLÍVAR:

    Mag sein, dass er „eitel“ und ein „Frauenheld“ war. Nach europäischen Maßstäben sind das die meisten südamerikanischen Männer, der „machismo“ gehört dazu und wird kultiviert.

    Es gibt übrigens wesentlich bekanntere Bücher über SIMÓN BOLÍVAR, der in ganz Lateinamerika als Held verehrt wird, nicht nur in VENEZUELA:

    Sehr lesenswert ist das Buch des Nobelpreisträgers GABRIEL GARCÍA MARQUEZ: “ El general en su laberinto: Simón Bolívar“. (Rba/Barcelona)

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