Bolivien: Plünderung und Zerstörung im Andenstaat

gasolinazo

Datum: 30. Dezember 2010
Uhrzeit: 17:10 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Landesweiter Protestmarsch angekündigt

In der bolivianischen Stadt El Alto ist es heute zu gewaltsamen Protesten und Plünderungen gekommen. Augenzeugen berichteten von brennenden Reifen, mehrere Personen sollen verletzt worden sein. Auslöser der Demonstrationen sind die Erhöhung der Benzinpreise, sowie eine nur 20 prozentige Anhebung der Mindestlöhne in den Sektoren Bildung, Gesundheit, Polizei und Militär.

Die Arbeiterzentrale Boliviens (COB) hat inzwischen die Regierung aufgefordert, das “Decreto Gasolinazo Nr. 748” zu annullieren. Sollte dies nicht geschehen, wird es laut COB zu einem landesweiten Protestmarsch mit Mobilisierungen in allen Departamentos kommen.

Evo Morales ist im eigenen Land gewaltig unter Druck geraten und rudert nun zurück. Zehntausende Menschen zogen ihre Sparguthaben von ihren Konten ab. Vor den Geldinstituten bildeten sich Menschenschlangen von mehreren hundert Metern. Die Regierung will mit allen Mitteln weitere Proteste verhindern. Nach Angaben des bolivianischen Wirtschaftsanalysten Gonzalo Chávez erinnert dieses Verhalten sehr stark an die neoliberalen Epochen oder auch an Militärdiktaturen, die solche Kraftstoffpreiserhöhungen als Regulierungsmaßnahmen für staatliche Geldprobleme angewendet haben.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Twitter

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!