Krise in Bolivien: Demonstranten drohen mit Plünderungen

bolivia

Datum: 05. Januar 2011
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Soziales Chaos im Andenstaat

In der bolivianischen Stadt Cochamba haben Demonstranten heute mit der Plünderung von Märkten, Lebensmittelgeschäften und Einkaufszentren gedroht. Fünf Tage nach Aufhebung des Decreto Supremo 748 “Gasolinazo” sind die Preise für Lebenmittel noch immer nicht zurückgenommen, für einige Grundnahrungsmittel besteht ein Engpass.

Die Krise in Bolivien setzt sich fort und verursacht ein soziales Chaos. Die durch die angekündigte, inzwischen zurückgenommene Erhöhung der Kraftstoffpreise gestiegenen Lebensmittelpreise, sind nicht zurückgenommen worden. „Werden die Preise für das Nötigste in den nächsten 24 Stunden nicht zurückgenommen, wird es zu einer massiven Plünderung von Märkten, Lebensmittelgeschäften und Einkaufszentren kommen. Es gibt keine Argumente für die Spekulanten, weiterhin vom Hunger der Menschen zu profitieren“, kündigte Perez Cyril, örtlicher Bauernführer in Cochamba an.

Der bolivanische Präsident Evo Morales hat sich bereits gestern beim Volk von Venezuela für das Verbrennen einer Nationalflagge entschuldigt. “Ich bitte im Namen des bolivianischen Volkes öffentlich um Entschuldigung. Oppositionelle haben bei Demonstrationen in La Paz eine venezolanische Nationalflagge verbrannt und eine Statue von Che (Guevara) zertrümmert,” so Morales in einem Interview.

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  1. 1
    Chris

    So , Morales , jetzt hast Du die Quittung für Deinen Rückzieher …noch so ein Fall und die Regierung wird scheitern …

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