Ebbe in der Staatskasse: Kuba-Rundfahrt abgesagt

cuba

Datum: 08. Januar 2011
Uhrzeit: 05:37 Uhr
Ressorts: Kuba, Sport
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Fehlende finanzielle Mittel verantwortlich

Die für den Februar auf Kuba geplante Vuelta Ciclista 2011 ist abgesagt worden. Nach Angaben von José Peláez, Präsident des kubanischen Radsportverbandes, sind für die Stornierung fehlende finanzielle Mittel verantwortlich. Laut den Worten von Peláez wolle man sich nun ganz auf die Vorbereitung der Panamerikanischen Spiele in Guadalajara konzentrieren.

Der Sanierungsplan der maroden kubanischen Wirtschaft wirkt sich auch die Welt des Sports aus. Für das laufende Jahr wurden bereits mehrere nationale Wettbewerbe abgesagt. Die kommunistisch regierte Insel konzentriert indessen ihre Anstrengungen auf die XVI. Panamerikanischen Spiele in der mexikanischen Stadt Guadalajara, wo 400 Athleten in 28 verschiedenen Disziplinen an den Start gehen sollen.

Die Kuba-Rundfahrt ist ein mehrtägiges Straßenrennen, welches jährlich im Februar in Kuba ausgetragen wird. Die Kuba-Rundfahrt ist Teil der America Tour des Weltradsportverband UCI und in der Kategorie 2.2 eingestuft.

Schon mehrmals wurde bei der Kuba-Rundfahrt massiv betrogen – ausgehend meist direkt von der kubanischen Regierung, da die am liebsten einen Kubaner als Sieger haben möchte. So werden ausländische Fahrer, die den kubanischen Favoriten gefährden, sabotiert und in Extremfällen sogar verprügelt. Aber man möchte die Siege auch durch Betrug der kubanischen Fahrer erreichen. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist einer der Siege von Pedro Pablo Pérez, bei dem er mit über einer Minute Vorsprung gewann, da er kurz vor dem Ziel von einem Begleitmotorrad gezogen wurde.

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  1. 1
    Joern

    Warum überrascht mich diese Nachricht nicht?? Das ganze Land hat sich doch 50 Jahre selber betrogen. Jetzt kommen solche Nachrichten endlich auch in die Öffentlichkeit.

    In der DDR war es ebenso. Das heißt, das dort mit solchen Machenschaften ebenso Siege ergaunert worden sind. Dazu kam ja (wie heute immer noch in China) das Doping, um Tiere zu züchten, mit denen man sich dann profilieren und prahlen konnte, wie gut es doch dem Sozialismus geht und so. Aber in Wirklichkeit war das ein Betrug an den armen Menschen, die an das System zuerst noch glaubten…

    Bin gespannt, was unser User Chris dazu sagt, der sich ja aus meiner Kolumne ausgeklingt hat, weil er dazu keinerlei Argumente mehr fand.

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