Kuba: Auch in Zukunft kein Internet für Jedermann

cubainternet

Datum: 18. Januar 2011
Uhrzeit: 10:08 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Technologie ist teuer und erfordert weitere Investitionen

Die Ankunft der unterseeischen Glasfaserkabels vor der Küste von Kuba im nächsten Monat bedeutet nicht, dass der Zugang zum Internet für eine breite Masse der Bewohner auf der kommunistisch regierten Insel gewährleistet sein wird.

„Das Problem einer effektiven und funktionellen Konnektivität wird sich nicht über Nacht lösen lassen. Die Technologie ist teuer und erfordert die Notwendigkeit weiterer Investitionen“, teilte der stellvertretende Minister für Informatik und Kommunikation (MIC), Ramon Linares mit. „Unsere Priorität bleibt weiterhin die Schaffung von kollektiven Zugangspunkten zum Internet, neben der Stärkung der Verbindungen in der wissenschaftlichen Forschung, Bildung und Gesundheit des Landes“.

Das Unterwasser-Glasfaserkabel für die Telekommunikation zwischen Kuba und Venezuela wird die Ostküste der Insel in der ersten Hälfte des Februar erreichen. Das ca. 70 Millionen US Dollar teure Kabel wird laut den Experten beider Länder eine Kapazität von 640 Gigabyte haben. Es wurde in der Nähe von La Guaira, der Hauptstadt des venezolanischen Bundesstaates Vargas ins Meer eingebracht und wird bei der kubanischen Stadt Santiago de Cuba wieder an Land geführt.

Im Augenblick erfolgt die Internetverbindung über Satellit, hat eine geringe Bandbreite und verursacht relativ hohe Kosten. Die Verbindung durch das karibische Meer wird eine geschätzte Lebensdauer von etwa 25 Jahren haben. Mit Inbetriebnahme der neuen Technik wird die bisher einzig bestehende Verbindung über Satellit nicht eingestellt.

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  1. 1
    Joern

    Hähä. Naja, und WENN die Leitungen endlich verlegt sein sollten, was ja auch noch Jahrzehnte bei dieser Arbeitsmotivation der Cubaner dauern dürfte, dann brauchen die 11 Millionen Opfer des Sozialismus IMMER noch nicht glauben, dass sie nun das Internet voll nutzen können. Denn die Grundvoraussetzungen sind dafür teure Rechner, die kaum einer bezahlen könnte, Provider, die auch was kosten und und und.

    Desweiteren wird das halbe Internet so oder so vom Überwachungs- und Polizeistaat gesperrt sein (wie auf China), weil die Meinungsfreiheit ja immer noch nicht erlaubt ist. Da ist von Fortschritt oder irgendwelchen anderen Lügen wohl kaum zu reden.

    Mein Tipp: Die Kabel lieber nicht verlegen und Nord-Korea als Vorbild nehmen. Dann braucht man sich um Oppositionen keine Sorgen zu machen.

    • 1.1
      Habanero

      „und und und.“

      Sehr gute Ausführung

      Wer hier das wirkliche Opfer ist, lasse ich jetzt mal deine ganzen Fans deiner so toll recherchierten Kolumne entscheiden. Aber sicher haben die ja alle keine Ahnung im Gegensatz zu dir Kuba Kenner, hm?

      Wenn der hochgelobte Kolumnenschreiber sich jetzt auch noch außerhalb seiner ‚Kolumne‘ auslebt, und damit die bisher guten Beiträge provokant unlesbar macht, ist das auch für mich ein Grund dieser Seite – die ich in der letzten Zeit immer öfter besuchte – den Rücken zu kehren.

      Man sollte polarisieren nicht mit verärgern verwechseln.

  2. 2
    Hr.Bossard

    gelöscht, da mit Doppelnamen angemeldet

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