Brasilien: Siemens liefert Intensiv-Misch- und Granuliersysteme

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Datum: 21. Januar 2011
Uhrzeit: 13:31 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Systeme erlauben den Einsatz eines hohen Anteils an Feinsterzen

Siemens VAI Metals Technologies hat von dem brasilianischen Stahlerzeuger Usinas Siderurgicas de Minas Gerais SA (Usiminas) den Auftrag erhalten, je ein Intensiv-Misch- und Granuliersystem in den Sinteranlagen der Stahlwerke in Cubatão und Ipatinga zu installieren. Diese Systeme erlauben den Einsatz eines hohen Anteils an Feinsterzen in der Sinterrohmischung, wofür die Anlagenkonfigurationen bei Usiminas bisher nicht ausgelegt waren. Das Projekt wird auf kompletter Turnkey-Basis gemeinsam von Siemens Ltda Brasilien und Siemens VAI Metals Technologies realisiert. Der Auftragswert liegt im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Inbetriebnahme beider Systeme ist für Ende 2011 geplant.

Ein weltweit zu verzeichnender Trend beim Abbau von Eisenerzen ist die kontinuierliche Zunahme des Anteils an feinen und ultrafeinen Erzen. Misch- und Granulieraggregate bestehender Sinteranlagen sind nicht dafür geeignet, größere Mengen dieser Feinsterze zu verarbeiten. Das Intensiv-Misch- und Granuliersystem von Siemens VAI wurde entwickelt, um Feinsterze nutzen zu können, ohne den Betrieb der Sinteranlage zu beeinträchtigen. Die Lösung kann sowohl in neuen als auch in bestehenden Anlagen installiert werden. Sie ermöglicht die Erzeugung einer durchgängig homogenen Sinterrohmischung, eine wesentliche Voraussetzung für hohe Sinterleistung und -qualität sowie für einen stabilen Prozessablauf.

Zum Leistungsumfang von Siemens gehört das gesamte Engineering, die Bauarbeiten, die Stahlkonstruktion sowie die Lieferung von mechanischen und elektrischen Ausrüstungen, der Automatisierungstechnik und der Mediensysteme. Die mechanischen Ausrüstungen umfassen zwei Intensiv-Mischer mit Brüdenabsaugung, Förderbänder und pneumatische Fördersysteme sowie Sekundärentstaubungsanlagen. Außerdem werden die bestehenden Granuliertrommeln umgebaut, um eine optimale Granulierung der Sinterrohmischung sicherzustellen. Siemens ist auch für die Montage und Inbetriebnahmeüberwachung verantwortlich, übernimmt die Schulung des Personals und unterstützt Usiminas beim Betrieb der Anlagen.

Die Usiminas-Gruppe ist der größte Erzeuger von Flachprodukten in Brasilien. Derzeit ist das Unternehmen dabei, zugekauftes Eisenerz teilweise durch Erze aus den firmeneigenen Minen in Südbrasilien zu ersetzen. In den Erzbergwerken von Usiminas fällt ein hoher Prozentsatz von ultrafeinen Erzen an, der normalerweise vor dem Einsatz in den Hochöfen pelletiert werden müsste. Um wenigstens bis zu 25 Prozent der ultrafeinen Erze – mit Korngrößen von weniger als einem Millimeter – in den bestehenden Sinteranlagen des Unternehmens direkt nutzen zu können, ist eine spezielle Behandlung der Sinterrohmischung notwendig. Deshalb hat sich Usiminas für den Einsatz zweier neuer Intensiv-Misch- und Granuliersysteme von Siemens entschieden. Eines der Systeme wird an der Sinteranlage Nr. 3 im Stahlwerk Cubatão, Bundesstaat Sao Paulo, installiert, das andere soll die Sinterrohmischung für die Sinteranlagen Nr. 1 und Nr. 2 am Standort Ipatinga, Bundesstaat Minas Gerais, verarbeiten. Die Gesamtproduktion der drei Anlagen beträgt rund sieben Millionen Tonnen Sinter pro Jahr.

Intensiv-Misch- und Granuliersysteme von Siemens sind bereits in den Sinteranlagen der voestalpine Donawitz GmbH, Österreich, und der Dragon Steel Corporation, Taiwan, erfolgreich im Einsatz.

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