Evo Morales diskutiert weitere Legalisierung von Coka-Anbauflächen

morales

Datum: 30. Dezember 2009
Uhrzeit: 17:47 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Regierung von Evo Morales diskutiert den Ausbau des legalen Anbaus von Coka. Mehrere 1.000 Hektar Anbaufläche in Zentral-Bolivien sollen dabei laut einem Regierungssprecher zusätzlich legalisiert werden.

In der Region Chapare – einem der größten Coka-Anbaugebiete am Fuße der Anden, werden etwa 3.200 Hektar legal mit Cokasträuchern bepflanzt. In Bolivien wird die Pflanze seit Jahrtausenden als Heilmittel geschätzt, schon die Inkas bauten Coka an. Das Kauen von Coca-Blättern ist in den Anden sowie im Tiefland des Gran Chaco seit Jahrhunderten verbreitet. Die Blätter werden als Genussmittel, als Nahrungsergänzungsmittel, für kultische und medizinische Zwecke genutzt. Sie helfen Hunger, Müdigkeit und Kälte zu verdrängen und sind sehr wirksam gegen die Höhenkrankheit, da sie die Sauerstoffaufnahme verbessern.

Von 1988 bis 2006 galt in Bolivien das Gesetz 1008, welches eine jährliche Anbaufläche von 12.000 ha in der Yungas-Region bei La Paz für den traditionellen Gebrauch der Blätter erlaubt. Am 19. Dezember 2006 gab der bolivianische Präsident Evo Morales bekannt, dass er bis zum Jahr 2010 20.000 Hektar seines Landes für den Koka-Anbau zur Verfügung stellen will. Die Legalisierung des Coka-Anbaus in Chapare ist ein altes Wahlversprechen, dass Morales, nachdem er mit 64% der Stimmen bei der Wahl am 6. Dezember als Präsident wiedergewählt wurde, nun einlösen moechte.

Nutznießer bei dieser Reform wird in erster Linie die Drogenmafia in Bolivien sein. Nur ca. 10%  der der Ernte werden laut US-Experten dem heimischen Markt in Bolivien zugeführt. Der Rest wird für die Kokain-Herstellung verwendet.

Bolivien wird die Nachbarländer Peru, Bolivien, Brasilien und  Kolumbien mit Kokain überschwemmen“, warnen die Experten.

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