Wie kann die EU der DomRep nur eine Budgethilfe gewähren

corrupcao

Datum: 10. Februar 2011
Uhrzeit: 10:44 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Helmut Heinz Dittel, Dominikanische Republik (Leser)
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Also, das mit der Budgethilfe ärgert mich schon. Ist denn die Europäische Gemeinschaft so blind und weiß nicht, was hier in der Dominikanischen Republik los ist? Es ist seit langem die korrupteste Regiering an der Macht, die man sich nur vorstellen kann. Mit Hilfe des überhaupt nicht normal funktionierenden Polizeiapparats wird das Land terrorisiert. Diese Polizei, in Zusammenarbeit mit dem völlig überflüssigen Militär, besitzt und organisiert den Drogenhandel und ist für die steigende Kriminalität verantwortlich.

Mord und Totschlag sind hier an der Tagesordnung. Auch die Justiz ist kein Deut besser. In Verbindung mit der Anwaltschaft ist das ein gut gehender „Wirtschaftszweig“. Da wird ein Mörder, der zu 20 Jahren verurteilt worden ist, nach drei Monaten wieder laufen gelassen und selbiger lebt in der Villa des vorher ermordeten sogar mit dessen Vermögen, welches er sich natürlich mit den Anwälten und den Justizbeamten teilen muss.

Da spielen Banken genau so eine Rolle, die leichtfertig Vermögensverhältnisse an Unbefugte weitergeben um sich dann das Geld zu teilen und ….

So einer Regierung gibt man Geld, wo man hierzulande genau weiß, dass nur ein Bruchteil der Hilfen tatsächlich dort hin fließt wo sie hin soll und der Löwenanteil in die Taschen der Funktionäre wandert. Selten gab es eine dermaßen verlogene Regierung wie hier. Wenn ich nur die Berichterstattung bezüglich der Cholera höre, die wegen dem Tourismus bagatellisiert wird. Jetzt haben sich über 250 Personen aus Venezuela in einem Nobelhotel in Punta Cana angesteckt. Die Regierung argumentiert: Nein, das ist Sabotage, um dem Tourismus im Lande zu schaden.

Selbst den Amerikanern scheint langsam der Kragen zu platzen und sie drohen mit Sanktionen wegen dem zunehmenden Menschenhandel. Das Geschäft ist denkbar einfach. Ausreisewillige Haitianer bezahlen ca. US$ 500,– an die „perfekt“ arbeitenden dominikanischen Grenzschützer.Diese füllen sich die Taschen und lassen die Menschen ins Land. Wenn sie dann die Cholera verbreitet haben, werden sie von der dominikanischen Polizei wieder eingesammelt und nach Haiti verfrachtet. Wer es sich leisten kann zahlt wieder- und das Spiel beginnt von neuem. Ach nein, die Bakterien werden in Haiti zurück gelassen.

So einer Regierung gibt man geldliche Hilfe? Ich hoffe nur, dass die europäische Gemeinschaft genügend Kontrollmechanismen eingebaut hat, damit die Hilfe nicht wieder zur Vermögensanhäufung der Regierungsfunktionäre dient.

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