Mordfall Erich Zipfel: Informationspolitik der Dominikanischen Republik

Datum: 15. Februar 2011
Uhrzeit: 13:29 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Wahrheitsgehalt von Informationen angezweifelt

Im Mordfall des vor fast zwei Wochen in der Dominikanischen Republik erstochenen deutschen Touristen Erich Zipfel hüllen sich die Behörden des beliebten Urlaubsparadieses weiter in Schweigen. Mehrmals angekündigte Bekanntgaben des Obduktionsergebnisses wurden nicht eingehalten, die Polizei vor Ort spricht weiterhin von Ermittlungen in “mehrere Richtungen”.

Der aus Ehrenkirchen in der Region Freiburg stammende Tourist wurde von Angestellten des Flughafens “Luperon International Airport Puerto Plata” vor Tagen in einem kleinen ungenutzten Raum der holländischen Fluggesellschaft Martinair entdeckt. Der sich bereits zersetzende Körper wies mehrere Stichwunden auf, ein Messer steckte noch im Herz. Bereits kurz darauf kursierende und unseriöse Behauptungen eines privaten Blogs wurden faktisch widerlegt. Nach deren höchst spekulativen Thesen sollte sich der fast 46-jährige Breisgauer eventuell sogar selbst erstochen haben. Allerdings stellt die Webseite fast zeitgleich auch die Behauptung auf, ein Tatverdächtiger mit haitianischer Staatsbürgerschaft sei von den Behörden ausgemacht worden.

Obwohl in der Nachbarrepublik Haiti bisher mehr als 4.500 Menschen an der Cholera gestorben sind, soll es nach offiziellen Berichten in der DomRep nur drei Todesopfer geben. Auf einer Hochzeitsfeier steckten sich mehr als 300 venezolanische Gäste mit der Krankheit an, das dominianische Gesundheitsministerium gab keinen Ansteckungsfall bei der eigenen Bevölkerung bekannt. Internationale Organisationen zweifelten mehrfach den Wahrheitsgehalt der veröffentlichten Informationen an, da nach ihrer Meinung bewusst falsche Informationen veröffentlicht werden, um die Tourismusindustrie zu schützen.

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