Bolivien: Gewerkschaften brechen Dialog mit Regierung ab

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Datum: 22. Februar 2011
Uhrzeit: 08:00 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Forderungen erneut als absurd und irrational bezeichnet

Der Gewerkschaftsdachverband Bolivianische Arbeiterzentrale (COB) hat ein Treffen mit bolivanischen Regierungsvertretern abgebrochen. Ihre Forderungen nach sofortiger Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes und einer allgemeinen Lohnerhöhung wurden von Arbeitsminister Felix Rojas erneut als „absurd und irrational“ zurückgewiesen.

„Wir haben die Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Eine Aufstockung des Mindestlohnes auf 1.183 Dollar ist total absurd und irrational“, gab Minister Royas bekannt. „Die COB hat uns ihre Forderung mitgeteilt und wir diskutierten zwei Stunden. Als wir keinen Einklang fanden brachen sie die Sitzung einfach ab“.

Mit einem Generalstreik, welcher vom Gewerkschaftsdachverband COB organisiert wurde, protestieren in Bolivien zehntausende Menschen gegen den Preisanstieg im Andenstaat. Die Demonstranten forderten Staatschef Evo Morales auf, gegen die galoppierenden Preise vorzugehen. Laut Morales sind die Forderungen der Gewerkschaften eine Utopie. Um die Forderungen zu erfüllen, wäre nach seinen Worten ein Budget von mehreren Milliarden Dollar notwendig. Der Präsident betonte, dass der Antrag nicht gerechtfertigt sei, da die Regierung auch 2011 den Preis für Kraftstoff mit knapp einer halben Milliarde Dollar subventioniert.

Zusätzliches Unbehagen bereitet den Menschen die Lebensmittelknappheit. Inzwischen wird Zucker aus Brasilien eingeführt. Präsident Morales schüttete Öl ins Feuer, als er die geforderten Lohnerhöhungen von 40 bis 50 Prozent als ” lächerlich” bezeichnete. Die bolivianische Regierung steht vor der schlimmsten Protestwelle seit Jahren.

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