Kuba: Die Angst der Castro-Brüder vor dem Volksaufstand in Libyen

castrogaddafi

Datum: 02. März 2011
Uhrzeit: 10:02 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Aktuelle Situation erschüttert die Behörden in Havanna

Die berühmte kubanische Bloggerin Yoani Sanchez hat mitgeteilt, dass das Castro-Regime die Vorkommnisse in Lybyen sehr genau verfolgt. Laut Sanchez haben die Behörden in der Hauptstadt Havanna Angst davor, dass etwas Ähnliches auch auf der kommunistisch regierten Karibikinsel geschehen könnte.

Nach Angaben der Philologin erwähnt das offizielle staatliche Fernsehen die UN-Resolution nur zögerlich. „Der Sprecher redet um den heißen Brei herum, um Gaddafi nicht zu verurteilen. Dies ist absolut lächerlich. Die aktuelle Situation erschüttert die Behörden in Havanna. Dabei handelt es sich nicht um geopolitische Sorgen. Das Regime hat Angst über den Zusammenbruch der ideologischen Allianzen und einer möglichen Ausbreitung der Volksaufstände auf unser Land“.

Sanchez verwies auch auf die Nähe zwischen den Diktatoren der beiden Länder. „Den meisten Kubanern ist das Gesicht des exzentrischen libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi gut bekannt. Sein Konterfei und das unserer Führer erscheint häufig in den Mainstream-Medien“. Der libysche Diktator gab inzwischen bekannt, dass er „bis zum letzten Mann und letzte Frau“ kämpfen werde. In seiner dritten Rede seit Ausbruch der Proteste drohte er bei einer Intervention durch ausländische Staaten mit „Tausenden von Toten“. Der arabische Nachrichtensender Al Jazeera berichtet, dass libysche Kampfjets Angriffe auf die Städte Brega, Gharayn, Sabratha und Ajdabiya fliegen. Dabei soll es bereits mehrere Tote unter der Zivilbevölkerung gegeben haben. „Ich schenke der ausländischen Presse keinen Glauben- ich lese lieber Bücher“, so Gaddafi.

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  1. 1
    Joern

    Ich fliege in wenigen Stunden für ein paar Tage nach Havanna, um die aktuelle Lage abzuchecken. Am Sonntag werde ich voraussichtlich live über die Kommunisten-Insel berichten können.

    Nur zögerlich reagieren die sozialistischen Gazetten Castros auf die derzeitige Revolution in Libyen. Auch in den kommunistischen Schmierblogs habe ich darüber keine Infos gefunden. Das ist schon äußerst merkwürdig. Ich hoffe nur für die Kubaner, dass sie alles news, was den Regierungssturz Gaddafis betrifft, mitbekommen.

    • 1.1
      Heidi Weiss

      Wie um Himmels Willen sollen denn die Kubaner auf dem laufenden sein was in Libyen passiert!? Der alte Mann auf der Insel hat sein kommunistisches „Juwelenstück“ fest im Griff!
      Keine öffentlichen Medien. Keine Natels. Kein Internet. Spitzel und Polizisten überall.

      Eine Einwohnerin Kubas hat mir im Jahr 2009 gesagt, dass die Hälfte der Inselbewohner bei der Polizei tätig ist und der Rest Spitzel sind. Ich hätte jedenfalls nicht den Mut nach Kuba zu fliegen.

      Die Strassen sind in einem katastophalen Zustand. Es gibt nichts womit „Mann“ sich schnell, Betonung auf SCHNELL, fortbewegen kann. Der alte Mann hat von seinem Diktator Vorgänger viel gelernt. Er macht genau alles gleich wie alle Diktatoren auf dieser Welt. Ich frage mich ob es leicht ist eine Revolution anzufangen mit leerem Magen.

      Ich bin gespannt auf deinen Bericht!
      Gute Reise und komme heil zurück!!

  2. 2
    astro

    schwachsinn…

    • 2.1
      H W

      @Asatro
      Könntest Du Dich ein weniger genauer ausdrücken mit dem Schwachsinn??
      Kennst Du Kuba? Warst Du schon einmal in diesem Land?
      Mit so halb hingeworfenen Sätzen kann kein Mensch was anfangen.
      Deiner Antwort sehe ich mit Interesse entgegen!

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