Bekämpfung der Kriminalität in Mexiko nur noch dritte Priorität

LIC. FELIPE CALDERON HINOJOSA

Datum: 08. Januar 2010
Uhrzeit: 08:54 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der mexikanische Präsident Felipe Calderón teilte mit, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verringerung der Armut seine oberste Priorität in der Liste der Ziele für 2010 besitzen. Den Kampf gegen die Kriminalität stufte er dabei auf den dritten Rang zurück.

Der Kampf gegen gewalttätige Drogenkartelle hat in der Mitte der der Amtszeit Calderons oberste Priorität besessen und mehr als 15.000 Menschen das Leben gekostet. In einer im Fernsehen übertragenen Rede teilte Calderon nun mit, dass „die Schaffung von Arbeitsplätzen“ und „Bekämpfung von extremer Armut“ das erste und zweite Haupt- Ziel für 2010 seien.

„Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist sehr wichtig für das Vorwärtskommen einer Familie „, erklärte Calderon, dessen Wahlkampf im Jahr 2006 auf  dieses Programm ausgerichtet war. Der Drogenkrieg und die Rezession überschatten allerdings dieses Ziel. Calderon versprach Investitionen in die Straßeninfrastruktur, Häfen und Flughäfen zu tätigen. Mit diesen Massnahmen will der Präsident neue Arbeitsplätze schaffen.Die letzten verfügbaren Zahlen zeigen,dass die nationale Arbeitslosenquote im November 5,6% betrug.

Allerdings scheint diese Schätzung zu niedrig, da im Landes ein funktionierendes  System der Arbeitslosenversicherung fehlt und keine verlässlichen Zahlen vorliegen. Calderon wiederholte mindestens fünf Mal während der Rede, dass 2010 das Jahr der wirtschaftlichen Erholung wird. Die Wirtschaft wuchs um 2,9% im dritten Quartal gegenüber der Vorperiode, offizielle Stellen gehen allerdings davon aus, dass  das Bruttoinlandsprodukt um 7% gesunken ist. Das Finanzministerium erwartet, dass die Wirtschaft 2010 um etwa 3% wachsen wird.

Ein Bericht der Regierung, veröffentlicht im Juli 2009, zeigt, dass sich die Zahl der Menschen, die  in extremer Armut leben, von 13,8 Mio. in 2006 auf 19,5 Mio. im Jahr 2008 erhöhte. Bei einem Land  mit fast 107 Millionen Menschen eine erschreckend hohe Zahl.

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