Tod in Dominikanischer Republik: Deutsche Ermittlungsbehörden gehen von Selbsttötung aus

Datum: 10. März 2011
Uhrzeit: 10:15 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Todesfall weiter mysteriös

Der vor mehreren Wochen auf dem dominikanischen Flughafen “Luperon International Airport Puerto Plata” tot aufgefundene deutsche Tourist Erich Zipfel soll sich selbst erstochen haben. Die Freiburger Ermittlungsbehörden gehen von Selbsttötung aus. Dies teilte die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Freiburg in einer gemeinsamen Presseklärung heute (10.) mit. Das dominikanische Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit hatte am 21. Februar bekannt gegeben, dass der aus Ehrenkirchen in der Region Freiburg stammende Mann mit insgesamt 17 Messerstichen ermordet wurde.

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Freiburg:

Am 2. Februar 2011 wurde der 45-jährige Erich Z. aus Ehrenkirchen im Flughafengebäude von Puerto Plata, Dominikanischen Republik, tot aufgefunden. Todesursache war eine Messerstichverletzung im Brustbereich. Der Todesfall wurde von den örtlichen Strafverfolgungsbehörden und Gerichtsmedizinern untersucht. Ermittlungsergebnisse waren dem deutschen Verbindungsbeamten des deutschen Bundeskriminalamtes in Santo Domingo mitgeteilt worden. Der Verbindungsbeamte, der mit den Freiburger Ermittlern in engem Austausch steht, hat seine vor Ort gewonnenen Erkenntnisse an die Kriminalpolizei Freiburg weitergeleitet.

Der Leichnam des Verstorbenen wurde nach Freiburg überführt und hier im Institut für Rechtsmedizin im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Leichenöffnung untersucht. Die dabei festgestellten Verletzungsmuster „stehen im Einklang mit der Annahme einer Selbsttötung“, so das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung.

Zur weiteren Aufklärung wird die Staatsanwaltschaft Freiburg die Ermittlungsunterlagen der dominikanischen Strafverfolgungsbehörden anfordern.

Zur Vorgeschichte:

Erich Z. war am 8. Januar 2011 in die Dominikanische Republik gereist und über einige Zwischenstationen nach Sousa gelangt. In den darauf folgenden Tagen und Wochen hat er ganz offensichtlich sein gesamtes Hab und Gut verloren und war letztlich mittellos. Möglicherweise war Erich Z. auch bestohlen oder beraubt worden. Hierfür sprechen nicht zuletzt die in Deutschland geführten Zeugenvernehmungen.

Gesichert ist die Erkenntnis, wonach sich Erich Z. zuletzt ausschließlich im Flughafengebäude Puerto Plata aufgehalten hat. Mitarbeiter des Flughafens sollen ihm einen kleinen Geldbetrag zur Linderung der ärgsten Not und einen ungenützten Büroraum als Schlafstelle überlassen haben.

Gesichert ist auch die Erkenntnis, wonach der Ehrenkirchener versuchte, einen Rückflug nach Deutschland zu bekommen.

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  1. 1
    H W

    Da bringt sich Zipfel also selber um mit über 17 Messerstichen.
    Wenn das die dominikanischen Behörden gesagt hätten wäre das für mich noch verständlich gewesen. Aber dass ein deutscher Phatologe zu einem solchen Ergebniss kommen kann wundert mich über alle Massen.
    Mein herzliches Mitgefühl geht an die Hinterblieben des Herrn Zipfel.

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