Tierwelt in Lateinamerika: Das Löwenäffchen

Datum: 13. März 2011
Uhrzeit: 06:42 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Überlebenschancen der goldfarbenen Kleinaffen haben sich verbessert

Von den etwa zwanzig Arten süd- und mittelamerikanischer Krallenäffchen ist das Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia) mit einer Länge von etwa 27 Zentimetern und einem Gewicht um 500 Gramm nicht nur das grösste. Mit seinem seidenglänzenden, goldfarbenen Fell und seiner prachtvollen, namengebenden «Löwenmähne», die es bei Erregung sträubt, gilt es auch als das hübscheste Mitglied dieser Kleinaffenfamilie.

Die südostbrasilianischen Küstenregenwälder sind die Heimat des Löwenäffchens. Dort hält es sich zeitlebens hoch oben im engmaschigen, mit Kletter-, Schling- und Aufsitzerpflanzen dicht «verfilzten» Geäst des Kronendachs auf, denn dort findet er das ganze Jahr über eine Fülle von Nahrungsdingen, wie es sich ein Allesesser abwechslungsreicher nicht wünschen könnte: von Früchten, Blüten und Baumsäften über Heuschrecken, Käfer und Spinnen bis hin zu Baumfröschen, Kleinechsen und Vogeleiern.

Die Nacht verbringt das Löwenäffchen zusammengerollt in einer Baumhöhle, deren Einschlupfloch so schmal ist, dass keine Raubtiere eindringen können. Bei Tagesanbruch kommt es dann hervor und unternimmt im Verlauf des Tages mehrere, jeweils durch längere Pausen unterbrochene «Fress-Streifzüge» durch das Regenwalddach. Mit unglaublicher Geschwindigkeit und traumwandlerischer Sicherheit rennt, hüpft, klettert und springt der Kleinaffe dabei in seinem «luftigen» Lebensraum von Ast zu Ast. Dank seiner kräftigen Beine, welche deutlich länger sind als die Arme, bewältigt er mühelos Lücken im Geäst von bis zu drei Metern, bei leichtem Gefälle sogar bis zu fünf Metern. Und dank seiner überaus langen, schmalen Hände, welche genauso lang sind wie seine Unterarme, findet er stets und überall festen Griff.

Löwenäffchen leben in Familiengruppen von vier bis elf Tieren, bestehend aus zwei oder mehr Erwachsenen und ein paar Jungtieren unterschiedlichen Alters. Ganzjährig streifen diese Trupps je in einem 30 bis 50 Hektar grossen Waldstück umher. Dabei bleiben die einzelnen Mitglieder stets in Sicht- und Rufweite voneinander.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!