Zentralamerika freut sich über die Beendigung der Tourismuskrise

Datum: 13. März 2011
Uhrzeit: 10:06 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Urlauber kommen in Scharen

Die sieben kleinen Länder Zentralamerikas freuen sich kräftig, dass die Tourismuskrise überwunden ist. Die Urlauber kommen wieder in Scharen und neue Hotelinvestoren greifen kräftig in die Tasche. Die Einreisen nach Zentralamerika stiegen während der ersten neun Monate im Jahr 2010 um 9,8 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das waren etwa 7,142 Millionen Gäste und somit 635.582 mehr als zur gleichen Zeit im Jahr 2009. Die Zahl der europäischen Besucher kletterte in diesem Zeitraum um 5,6 Prozent auf 583.414. Nach einer Hochrechnung der Welttourismusorganisation (UNWTO) stieg die Zahl der Zentralamerika-Touristen von 2009 auf 2010 insgesamt um etwa 8,6 Prozent auf 8,6 Millionen.

„Musterknabe“ Costa Rica hat weiterhin die meisten Gäste. „Es zahlt sich aus, dass wir nicht in Soldaten und Waffen investieren, sondern in Schulen, Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus“, sagt Vizetourismusminister Allan Flores auf der ITB Berlin. Sein Land hat keine Armee, keine politischen Unruhen und Bürgerkriege. Costa Rica zählt zu den weltweit wichtigsten Destinationen des Ökotourismus.

Wie wichtig stabile politische Verhältnisse sind, weiß Honduras. „Wir sind touristisch nun wieder auf dem Weg nach oben“, betonte Ministerin Nelly Jeréz. Nach dem Staats­streich von 2009, als es bei den Mayaruinen von Copán, den Natruparks sowie Taucher- und Sonneninseln wie Utila und Roatan, sehr still war, geben sich nun wieder Touristen die Klinke in die Hand. „Wir müssen positiv denken“, sagte die Ministerin. „Durch die schweren politischen Probleme, die weltweit Schlagzeilen machten, wurde Honduras und auch seine geografische Lage international bekannt. Nun wollen wir aus schlechten Nachrichten gute machen.“

Honduras verbindet nach den Worten der Ministerin nun verstärkt nachhaltigen und historischen Tourismus. Das Land hat Maya-Stätten, Kolonialstädte, viel geschützte Natur und Nationalparks. Um Copán noch attraktiver zu machen, entsteht dort ein Flughafen ‑ zunächst für Maschinen mit bis zu 50 Passagieren.

Einen mächtigen Schritt nach vorn hat Panama gemacht. Nach der Übergabe des Kanals von den USA an das südlichste Land Zentralamerikas vor elf Jahren „haben wir schnell neue Tourismusprodukte erschlossen“, sagte der stellvertretende Tourismusminister Fernando de León. Er nennt als Beispiele die Inseln der Kuna-Ureinwohner sowie El Valle de Anton, die beiden Altstädte von Panama City, das Hochland von Chiriqui sowie auf der Karibikseite die feinen Strände der Provinz Bocas del Toro und viele neue Ferienanla­gen an den Playas des Pazifik.

Die zentralamerikanischen Länder Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama bieten eine große Vielfalt an touristischen Destinationen. Insge­samt 16 Orte wurden von der UNESCO zum Welterbe deklariert. „Alle sieben Länder haben ein riesiges Potenzial in den nächsten Jahren“, sagte Pilar Cano. Sie ist Präsidentin der CATA mit Sitz in Madrid, der Zusammenschluss zur Promotion der sieben Länder Mittelamerikas in Europa und Asien. “Besonders in Europa, wo die kleinen Länder noch nicht so bekannt sind, wollen wir gute Zuwächse verbuchen.“

El Salvadors Tourismusminister José Napoleón Duarte stellte auf der ITB Berlin drei neue touristische Routen vor: Die Archäologische Route verbindet die historischen Stätten der Maya-, Lenca- und Pipil-Kulturen. Sie führt den Reisenden in die Archäologischen Parks Joya del Cerén, San Andrés, Tazumal, Casa Blanca, die Stadt von Cihuatán, Siedlung von Güija, Höhlen von Corinto und Ruinen von Quelepa.

Die Kolonial- und Vulkanroute verläuft durch die Regionen Ahuachapán, Santa Ana, Sonsonate, San Salvador, El Salvador im Westen sowie Usulután, San Miguel und La Union im Osten. Der Weg zeigt das natürliche und kulturelle Erbe der ländlichen Gemeinschaften, das sich auf die heutige lokale Bevölkerung übertragen hat. Die Kaffee-Route zeigt Kaffeewälder von El Salvador und bietet einen guten Einblick in Artenvielfalt, Geschichte, Tradition und Kultur des Landes und seiner Menschen.

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