Peru: Venezuela soll Wahlkampagne von Humala finanziert haben

Datum: 14. April 2011
Uhrzeit: 03:28 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Gelder aus Caracas

Der bei den Präsidentschaftswahlen in Peru unterlegene Pedro Pablo Kuczynski hat in einem Radio-Interview bekannt gegeben, dass er Beweise dafür habe, dass die Wahlkampage eines der Kandidaten von Venezuela finanziert wurde.

„Ich habe die notwendigen Informationen die beweisen, dass die Kampagne eines der Kandidaten weitgehend mit Geldern aus Venezuela finaziert wurde. Einer der Kandidaten der Stichwahl am 05. Juni hat zweifellos eine sehr enge Beziehung zu Chávez“, so der ehemalige Wall-Street-Banker, der den Namen des linksgerichteten Ollanta Humala nicht nannte. „Schaut was los ist in Venezuela. Jeder hat Angst, dass das gleiche hier bei uns passieren könnte“. Im Anschluss kommentierte er den Absturz der Börse von 9.5% in den letzten Stunden.

Während der Kampagne distanzierte sich der ehemalige Oberstleutnant Humala von Hugo Chávez. Er gab bekannt, dass er von Mitarbeitern des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva beraten werde. „Die Meldungen darüber, dass dieser Kandidat Berater aus Brasilien haben soll, sind eine Ablenkung. Die wirkliche Basis ist Caracas“, erklärte Pedro Pablo Kuczynski.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2006 hatte Humala bereits die direkte Unterstützung von Hugo Chávez. Der ehemalige peruanische Militäroffizier verlor damals in einer Stichwahl gegen das noch amtierende Staatsoberhaupt Alan García.

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  1. 1
    Angiven

    Eine Frage. Wo hat Chavez nicht seine Finger in ganz Südamerika?
    Sein eigenes Land und seine Bevölkerung verkommt ins Niemandsland,
    aber er muß überall mitmischen.

  2. 2
    togo

    Die versuchen ja alles dass Humala nicht gewinnt :-)

    Angeblich hat Humala als Wahlkampfhelfer den kubanischen Geheimdienst :-))))

    • 2.1
      roland-g

      nicht einmal diese Behauptung würde mich wundern

  3. 3
    der ausrufer

    eines sei mal klagestellt! dass chavez glaubt in allen lateinamerikanischen staaten mit mischeln zu müssen, ist nicht eine vermutung, sondern eine tatsache. auf diese weise unterstützt er alle und jeden, der nach seinem gusto ist. ob das castro, correa, noriega, morales oder auch humala ist. viele dieser unterstützungen sind bewiesen und ob man es glauben will oder nicht, es ist die einmischung eines staates in die angelegenheiten eines andern staates, genau das, was die bolivarianische regierung in venezuela so beschimpft. es liegt nun daran, dass stichfeste beweise in peru vorgelegt werden, die die ausländische finanzierung des wahlkampfes beweisen. wenn das so ist, muss das volk von peru selber entscheiden ob es in der retorte von venezuela leben möchte oder nicht. wir werden sehen!

  4. 4
    rolli

    ich kann einfach nicht verstehen, das das Wählervolk in Südamerika blind wie ein Huhn an die Wahlurne geht…, wenn man doch dutzende Beispiele in der Welt findet, in dem der Sozialismus nie funktionierte.

    Venezuela ist wohl das übelste Beispiel das in einer schon korrupten Gesellschaft der Sozialismus nur noch zu mehr gesellschaftlicher Verwerfung und in den totalen Abgrund führt.

    Zuerst müssen die Menschen hier ihre Mentalität ändern, dann hat ein Wandel (welcher auch immer) überhaupt erst eine Chance.

    Hoffe für die Peruaner, das die Stichwahl nicht für die Linken erfolgreich sein wird, ansonsten good bye Peru…!

  5. 5
    Gustav

    „Hoffe für die Peruaner, das die Stichwahl nicht für die Linken erfolgreich sein wird…“
    Würden Sie lieber eine rechte Rassistin (bekennend) an der Macht sehen?
    Und ich wette, dass Humala Beweise dafür hat, dass Pedro Pablo Kuczynski Geld von Washington für seinen Wahlkampf bekam oder er wurde von den USA zum „Unternehmer“ gemacht (gewaschenes Geld), um ihn den Wahlkampf selbst bezahlen lassen zu können.
    Der Kerl ist nach dieser Logik (wenn alle betrügen) nur ein schlechter Verlierer!

  6. 6
    mateca

    beide Wahlkandidaten taugen nichts und sind für die Entwicklung dieses eigentlich reichen Staates völlig kontraproduktiv, die Frage die sich stellt ist nur, will ich in 5 Jahren einen völlig ruinierten Staat (Kopie von Venezuela) oder einen halbwegs funktionierenden der aber wenigstens die Wirtschaft in Ruhe lässt… mehr ist dazu nicht zu sagen…mir kanns egal sein, mir tun nur die Leute drüben leid…

  7. 7
    der ausrufer

    ja gustav, um deine frage zu beantworten; ich würde lieber in einem land leben, wo gewisse grundrechte eingehalten werden. wo evolution eine rolle spielt und nicht revoluzion. wo auf etwas aufgebaut wird was besteht und nicht 180° in eine richtung gedreht wird, die bis heute nur tot und elend und niedergang bedeeutete. ob links oder rechts, die welt muss nicht neu erfunden werden, wie uns sogenannte revoluzzer weissmachen wollten. die welt aber ist verbesserungswürdig. und wenn man in die runde sieht, kann man in keinem einzigen sozialregierten staat von vebesserung reden, nicht einer kann hinstehen und sagen „schaut her, das ist und gut gelungen“ im heitigen sozialismus wird wassergepredigt und wein gesoffen. das treffende beispiel ist venezuela, wo nicht mal eine krankenschwester genug verdient, um für sich selber lebensmittel kaufen zu können. geschweige denn medikamente, strom, telefon, kleidung oder sonst was. ist das die gelungene revolution? da schon lieber eine erfolgreiche rechtsregierung in peru, denn peru geht es recht gut und das soll es auch bleiben.
    und dass chavez überall seine finger im spiel hat und seinen kranken sozialismus finanziell fördert, ist wohl schon längst bewiesen. also gustav, leben sie mit tatsachen und nicht mit wenn und aber

  8. 8
    Pitucos...

    Wer sagt denn, dass es mit Humala wie in Venezuela werden wird? Wer sagt denn, dass es mit Fujimori auch schlimmer werden wird? Fakt ist, dass der Teil der Bevölkerung, der unter Garcia zu leiden hat nicht mehr gewillt ist, das so hinzunehmen. Unter dem zugegebenermassen korrupten Alberto Fujimori hatten doch alle zumindest die Möglichkeit eine anständige Bildung zu geniessen. Desweiteren wurden auch anständige Strassen gebaut. Unter Garcia zerfällt schon wieder alles und es wird alles unternommen, dass die „Pitucos“ ja weiterhin ihre Sonderstellung behalten können. Sprich die staatlichen Schulen sind „Scheisse“ und wer es sich leisten kann sendet seine Kinder in eine „Privatschule“, da dort anständig mit gut ausgeblideten Lehrern unterrichtet wird. Dazu zähle ich auch die meisten Ausländer, die in Peru leben. Bestes Beispiel die schweizer Pestalozzischule in Lima. PPK als halber Pole und Schweizer mit Amerikanischer Staatsbürgerschaft wäre genau dasselbe Trauerspiel, wie mit Garcia.Ich will mit dem nicht sagen, dass es mit Humala oder Fujimori besser werden wird, aber ich denke, sie haben es verdient es zu probieren. Toledo, Garcia haben aus meiner Sicht versagt für die ganze Bevölkerung was zu unternehmen und nicht nur für die Pitucos und den Grossraum Lima. Zum Thema PPK Kuczinski – wer sagt denn, dass es mit dem nicht wie in Panama werden wird? Das kann es ja auch nicht sein…ein Spielplatz für reiche Peruaner und Ausländer… Die Zukunft wird es weisen…

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