Venezuela: Krankenschwestern bekriegen Hugo Chávez

sander

Datum: 14. April 2011
Uhrzeit: 16:02 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Erhöhung der Löhne gefordert

Seit 24 Tagen streiken mehrere Dutzend Krankenschwestern in Venezuela. Sie fordern eine Erhöhung ihrer Grundbezüge und nähten sich aus Protest ihre Lippen zu. Die Regierung von Hugo Chávez hat bisher keine Stellungnahme zu den Vorfällen abgegeben. Inzwischen hat die Gewerkschaft einen landesweiten Streik angedroht.

Krankenschwestern im ganzen Land verneigen sich vor 52 ihrer Berufskolleginnen, die seit fast einem Monat die Nahrungsuafnahme verweigern. Sie fordern eine Erhöhung ihres Grundgehaltes von 1.483 Bs (ca. 350 US-Dollar). Nach Angaben der Gewerkschaft entspricht ihr derzeitiges Gehalt nicht der Entlohnung, welche für ihre erbrachte Arbeitsleistung gerechtfertigt wäre. Um ihre Forderungen zu bekräftigen, nähten sich mehrere der Krankenschwestern ihre Lippen zu. „Eugenia (Gesundheitsministerin Eugenia Sander), wir sind zu Allem bereit“, teilten die Hungerstreikenden mit.

Inzwischen sind die Folgen des Hungerns spürbar. Bei zwei der Streikenden trat eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf. Wegen beginnender Austrocknung ihres Körpers und Infektionen der Atemwege mussten sie hospitalisiert werden.

Hungerstreik wird zu einer wiederkehrenden Praxis gegen die Regierung von Chávez. Alleine in diesem Jahr wurden 52 Aktionen dieser Art im Land gezählt. Bei mehreren dieser Proteste lenkte Caracas ein und gab den Forderungen der Streikenden zumindest teilweise nach.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Archiv

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    der ausrufer

    in anbetracht der krankhaften geldverschwendung für waffen und sich in der welt wichtig machen, spiegeln die hungerlöhne der krankenschwestern exakt den hohn und spott, der dieses bolivarianische system und seine husarenregierung für seine mitbürger übrig hat. 1483 bsf haben heut die kaufkraft von ca. 170 us$, und genau davon muss man ausgehen. denn solange das meiste zum leben importiert wird, gelten weltmarktpreise. (1 kg fisch lebendgewicht = 80bsf, 1 kg mehl 10 bsf, 200gr butter 25bsf. 1kg tomaten und viele ander gemüse und früchte sind einiges teurer als in der eu. wie soll eine einfach familie mit diesen mirkigen 170 dollares 1 monat leben. eine mahlzeit in einem durchschnittlichen restaurant kostet heut 100 und mehr bsf. …………… es ist kurz eine frechheit. was nützt der staatliche kurs des bolivares, wenn man sich damit die meisten sachen aus importen zu weltmarktpreisen kaufen muss. 1 lt. speiseoel 20-30 bsf. .
    eine notarielle beglaubigung um die 500bsf. ein taxi für 3 km an den strand 25bsf. ein taxi für 20 minuten fahrt zum flugplatz 100bsf. und da verdient eine sehr wichtige person einen hungerlohn von 170 dollares.
    das beste was diese holzköpfe in der regierung machen könnten wäre:
    gebt doch diesen krankenschwestern die ihnen vorgerechneten 350 dollar im monat, dann wären sie zufrieden. um himmelswillen in welchem affenstaat befinden wir uns denn? für 100 dollar bekommt man im supermarkt normale gemischte lebensmittel die in 4-5 plastiktüten platz haben.
    die schlussfragen lauten nur noch: wie lange wählt ihr diese bande noch?wie lange lasst ihr euch duch das wahlverfälschende wahlgesetz noch verarschen? wenn das volk nicht selber aufsteht und was ändert, hat man in venezuela in 5 – 8 jahren ein 2. lybien! (weil bis dahin sind ja sicher die revoluzionären parteizellen fetig bewaffnet, und schützen das system chavez)

  2. 2
    mateca

    diese deppen, erst wählen sie den Miliärfuzzi und jetzt beschweren sie sich…

  3. 3
    Angiven

    So einfach ist das nicht.Bei ca.10-11 Millionen Wahlberechtigten müssen alle Militärs,staatliche Angestellte ( das bei den vielen Verstaatlichungen fast alle) öffentlicher Dienst den Fuzzi wählen,sonst sind sie ihren Job los.
    Das wiederum kann keiner mehr riskieren,weil bei diesen Preisen sie hier ver-
    hungern müßten.Hier gibt es kein Sozialamt wie in vielen Ländern Europas.
    Man kann sich hier krankenversichern lassen,aber bei 4-5 tausend BsF im
    Jahr frage ich euch welcher venezolanische Arbeitnehmer sich das leisten
    kann.Da kommen schon mal 4 Millionen Chavezstimmen zusammen.Dann kommen noch die extremen Chavezanhänger dazu.Der Rest die ihn nicht
    wählen ,ist der bessere Mittelstand und die Begüterten.Falls es knapp
    wird,findet er como siempre einen Weg sich das hinzubiegen,daß er wieder
    El Präsidente bleibt.Wer die bösen Geister rief,wird sie nie mehr los.
    So müssen die Krankenschwestern froh sein,daß sie überhaupt Lohn bekommen,weil in meiner Stadt die Lehrer,Polizei und Bomberos oft
    Monate keinen Lohn bekommen.In diesem Sinne auf bessere Zeiten.

  4. 4
    der ausrufer

    ich glaube da hat mal wer nicht richtig gelesen! es reklamiert ja niemand, sondern ganz einfach machen die krankenschwestern auf die ungenügenden loehne aufmerksam. die regierung versteckt sich immer wieder dahinter, dass ja diese 1480 bsf umgerechnet ca. 350 $ ergäbe und man damit leben kann. nur! tatache ist, dass sie ja nicht 350$ bekommen, sondern 1480 bsf. und das sind am schwarzmarkt (realität) nur ca.170$, also weniger als die hälte. und damit kann man nicht leben.
    eine strassenfegerin gab nach nur 3 wochenihren job wieder auf, und hat sich wieder auf’s betteln verlegt. sie meint für 1500 bsf. gehe sie nicht jeden tage hart arbeiten, das betteln sein viel einfacher.
    man stelle sich mal die tatsache vor: da geht eine regierung daher und verschenkt mal dier nix mir nix in ca. 6 jahren um die 60.000 milionen $ und streite mit krankenschwestern im eigenen land ob sie mal einen zu leben notwendigen lohn erhalten sollen. da verschenkt ein selbstsüchtiger kerl schnell mal 10 mio. dollar an eine uni, und im eigenen land haben die unis kein geld. ich denke es wäre besser, wenn man diesen nicht mehr schlanken presidenten hungern liesse, mit den eingesparten geld könnten vielen krankenschwestern geholfen werden.

  5. 5
    Angiven

    Schönen Gruß an Liz die Staßenfegerin,die jetzt wieder betteln geht.

  6. 6
    el ultimo marsiano

    Hallo Gustav, kein Kommentar?
    Haben sie sich auch die Lippen zu genäht oder die Finger zusammen gebunden?
    Ist doch eine Frechheit von den Krankenschwestern, das sie Lohn für ihre Arbeit von König Hugo fordern, oder???

    Wie glücklich muss man sein wenn man sich freiwillig die Lippen zu näht?
    Ich finde da gehört ganz schön was dazu.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!