Reformen von Raúl Castro verändern das Leben auf Kuba nicht

castros

Datum: 20. April 2011
Uhrzeit: 07:56 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Politisches System müsste grundlegend umgestaltet werden

Laut einer Meldung der Cuban American National Foundation (CANF, Kubanisch-Amerikanische-Nationalstiftung) ändern die auf dem VI. Parteitag der kommunistischen Partei Kubas beschlossenen Reformen das Leben der Volkes auf der Karibikinsel nicht wesentlich. Die CANF bezeichnete die Änderungen als bescheiden und kritisierte den Totalitarismus der einzigen Partei des kommunistischen Staates.

Die CANF ist eine 1981 von Jorge Más Canosa in den USA gegründete Organisation von Exilkubanern mit dem Ziel, die kubanische Regierung zu stürzen. Seit dem Tod seines Vaters leitet sein Sohn Jorge Más Santos die CANF.

Nach Angaben von CANF wurde einfach formalisiert, was bereits seit langem geschieht und dadurch das tägliche Leben der Menschen nicht geändert. „In Wirklichkeit hat sich nichts geändert. Die Menschen sind immer noch nicht berechtigt, ihr eigenes Land zu verlassen und besitzen dadurch nicht einmal die elementarsten Grundrechte. Solange sich eine einzige Partei das Monopol zum Regieren anmaßt, wird es keine Veränderung im Leben der Kubaner/innen geben. Es gibt keine wirtschaftlichen Reformen, dazu müsste das politische System grundlegend umgestaltet werden“, lautete die Erklärung der Organisation.

Laut Orlando Gutiérre Boronat, Chef des Revolutionären Demokratischen Direktoriums, hat Präsident Raul Castro die Frage des Rechts der Kubaner auf privates Eigentum nicht angesprochen. Die kommunistische Partei ist nach seinen Worten eine „Manifestation des Totalitarismus mit Ausübung der Macht durch Repressionen“. Fidel Castro bleibt nach seiner Meinung auch nach seinem Rücktritt eine mächtige Gestalt, ohne offiziellen Titel, aber in der Lage jederzeit zu intervenieren- wo und wann immer er will. Er hat mehr Macht als je zuvor und ist und bleibt der oberste Führer der Revolution“.

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  1. 1
    der ausrufer

    diese artikel gibt genau jenes bild wieder, welches in havanna gemalt wird. die alten herren, möchte gerne revoluzzer sein und haben selber die hosen gestrichen voll und angst, änderungen zugunsten des gemeinwohls zuzulassen. wie könnten auch die grauen eminenzen in havanna vor dem volk stehen und zugeben, dass die alte revolution ein paar gute sachen gebracht hatte, vieles aber sich nicht im sinne des volkes entwickelt habe.
    es braucht bei gott viel charakter, auch mal ein scheitern einzugestehen. wenn man es genau nimmt, ist eine revolution eine grundlegende änderung, einer sache, ein zurückkehren zur wurzel des ganzen und ein neubeginn, mit vermeidung der gemachten fehler. in havanna wurde mit der revolution neu begonnen und ein paar änderungen sind gelungen. danach aber haben die revolutionäre vergessen, dass die kehrtwende gemacht ist, dass die änerdung vollzogen wurde, dass man nicht das rad neu erfinden muss und dass auch sie irgendwann ihren anteil an der revolution fertiggestellt haben und andern platz machen sollten.
    dies ist auch der hauptgrund, warum es mit kuba nicht aufwärts geht.
    solange die alte garde um die ehemaligen revolutionäre sich nicht zurückzieht und stur bei ihren hirnsinnigen weisheiten verharren, solange wird sich auf einer der schönsten inseln der welt nichts zum guten wenden.
    es wird bestimm irgend eines tages ein neuer fidel castro aufstehen und das alte verkrustete system mit einer neuen revolution hinwegfegen. schade eigentlich, wenn man bedenkt wieviel tote und elend damit geschaffen werden, und auch viel gutes zerstört wird.
    wäre es nicht gut, wenn man die ganze alte garde mit dank in die pension entlässt?

  2. Es sind Einfach Politiker, und keine Ökonomen.Auch ein Sozialistisch geführtes Land muss Ökonomisch geführt und gestaltet werden.Was erwartet man von einem Präsidenten der am Liebsten den ganzen Tag Autobiographien seiner Politischen Widersacher liest.Auch Innerhalb eines Kommunistisch/Sozialistischen System ist Marktwirtschaft möglich.Dazu müssen die Gesetze Dementsprechend geändert werden.Sie sind Einfach nicht in der Lage die Vorteile des Kapitalismuses in Ihr System zu Integrieren und für sich zu nutzen.Dies deckt auch die Schwächen und den Starrsinn dieses Systems auf.Dazu kommt die Finanzierbarkeit, Steuereinahmen sind Gleich Null,weil die Leute gar keine Steuern zahlen können.Kuba ist lange von der Außenwelt in Ruhe Gelassen worden,aber die Verantwortlichen haben diese Zeit nicht Vorteilhaft genutzt.Sicherheit auf niedrigen Niveau wird geboten.Das System selbst ist zu auch wenn gut gemeint zu unflexibel.Nicht wenige Einheimische fühlen sich recht wohl in Ihrem System,allerdings wünschen Sie sich auch Verbesserungen.Raul Castro meint es gut,allerdings war er Jahrzentelang für das Militär Zuständig.Die Zeit wird auch einiges richten.

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