Chávez wirft USA Einschleusung von Terroristen in Syrien vor

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Datum: 25. April 2011
Uhrzeit: 22:56 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► "Neue Form der Invasion" solle Sturz von Bashar al Assad erzwingen

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez hat am Montag (25.) den USA vorgeworfen, Terroristen nach Syrien einzuschleusen. Diese sollten Gewalt erzeugen mit dem Ziel, ein mögliches militärisches Eingreifen zu rechtfertigen und seinen Amtskollegen Bashar al Assad zu stürzen.

„Sie [die USA] schleusen Terroristen nach Syrien ein und produzieren Gewalt und Tote, und sofort ist der Präsident [al Assad] daran Schuld, ohne das jemand etwas untersucht, der Schuldige ist der Präsident“ so Chávez in einer landesweit im Fernsehen und Radio übertragenen Rede.

Das Staatsoberhaupt begründete seine Vermutung mit der These, die USA und deren europäische Verbündete wollten auf diesem Weg die syrische Regierung sanktionieren, zudem würden die Alliierten Gelder einfrieren und „Bomben werfen, um die Bevölkerung zu schützen.“ Chávez hatte bereits in den vergangenen Wochen wiederholt die Vereinigten Staaten von Amerika und deren Verbündete in Hinblick auf die Bombardierungen der Nato in Libyen aufs Schärfste kritisiert.

Seiner Aussage nach sei das Vorgehen in dem nordafrikanischen Land eine „neue Form der Invasion“. Dies solle anscheinend nun unter dem Vorwand, die dortige Bevölkerung zu beschützen, auf Syrien ausgeweitet werden. „Welch ein Zynismus! Aber es sind die Imperialisten. Es ist imperialistischer Wahnsinn!“ ereiferte sich Chávez, der zuletzt Bashar al Assad als seinen „Freund“ und „Humanisten“ bezeichnet hatte.

Das syrische Regime hatte erst wenige Stunden vor Chávez Rede erneut Panzer und schwer bewaffnete Militäreinheiten auf die Strassen des Landes geschickt. Augenzeugen berichteten von wild um sich schiessenden Soldaten, von mehreren Dutzend toten Zivilisten ist die Rede. Die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen, Navi Pillay, forderte in einer ersten Reaktion auf die jüngsten Ereignisse ein „unverzügliches Ende des Blutbads“.

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  1. 1
    Angiven

    Mensch Hugo,Dein Verfolgungswahn nimmt ja schon bedenkliche Formen
    an! Die Menschenrechtskommission hat lediglich die Regierung Syriens
    aufgefordert,die Gewalt gegen das eigene Volk zu beenden.Dazu ist sie
    auch da um solche Schweinereien von bestimmten Regierungen anzu-
    prangern.Ein guter Psychiater wäre hier schon mal angebracht

  2. ich kann’s nicht mehr hören und lesen!!! als wolle hugo ständig überall mitmischen und sein komentar loswerden!!! als nächstes wird er auch noch den papst als neuen freund betiteln und ihm ratschläge zur beflaggung des vatikans geben…

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