Venezuela: Hugo Chávez will 2019 endgültig abtreten

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Datum: 27. April 2011
Uhrzeit: 21:57 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Dietmar Lang
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► Präsident ruft zur Geschlossenheit gegen USA auf

Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez hat am Mittwoch (27.) vor Anhängern in Caracas indirekt bestätigt, nur noch einmal für das höchste Staatsamt kandidieren zu wollen. In seiner Rede im Teatro Teresa Carreño erklärte er wortwörtlich: „2019 werde ich gehen, dann bin ich fast 70 Jahre alt. Aber lasst uns jetzt nicht davon sprechen, das kommt später. Zunächst kommt das kommende Jahr.“

2012 stehen in Venezuela erneut Präsidentschaftswahlen an, ein genauer Termin ist allerdings noch nicht festgelegt worden. Traditionell werden die Wahlen jedoch im Dezember abgehalten. Sollte Hugo Chávez als Staatschef bestätigt werden, ginge seine Amtszeit dann voraussichtlich von Januar 2013 bis Januar 2019. Eine Legislaturperiode dauert in Venezuela 6 Jahre.

Zuvor hatte Chávez die Bevölkerung seines Landes aufgefordert, sich gemeinsam gegen die USA und deren Sympathisanten zu stellen. „Die Einheit der Arbeiterklasse, der Revolutionäre und der Patrioten ist fundamental. Niemals werden die rechten Pitiyankees zurückkommen!“ Das von Chávez 2008 erstmals verwendete Schimpfwort Pitiyankees beschreibt die seiner Auffassung nach US-freundliche und antipatriotische eingestellte Opposition und damit die Gegner des vom ihm propagierten „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“.

Von einem Wahlsieg im kommenden Jahr zeigte sich das Staatsoberhaupt mehr als überzeugt. „Schreiben Sie dort oben im [Nationalpark] Waraira Repano, in den Bergen des Pico Bolivar und der Sierra Nevada de Mérida, von der [Hochebene] Gran Sabana bis in die weiten Ebenen von Apure: Wir werden 2012 gewinnen“ so Chávez gegenüber seinen jubelnden Anhängern.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Gast.

    Es gibt Wünsche die kann man schon 2012 erfüllen.

  2. 2
    Franz Josef

    Es gibt gute Chancen, dass Hugo der Erste nicht mehr die Stimmenmehrheit erhält. Allerdings glaube ich, dass er dann zu Wahlbetrug greift oder, obwohl abgewählt, ganz einfach trotzdem im Amt bleibt. (siehe Elfenbeinküste). Das Militär hält ihm den Rücken frei, da er es mit genügend Spielzeug versorgt hat und die hohen Posten mit Vettern und Freunderln besetzt wurden.

  3. 3
    der ausrufer

    wünsche sich wer wünschen kann, denn chavez ist nicht unser mann!

    chavez könnte sein volk so sehr beschenken, wenn er mitteilen würde, dass ab sofort nicht mehr politik machen will, weil er davon nichts versteht. genau so wenig wie von oekonomie.
    ein guter verlierer weiss wann er seine kariere beenden muss.
    nur jene die es schlecht gemacht haben, ömchten gerne noch viele jahre mehr vor sich hinpfuschen, weil sie es sowieso nie auf die reihe kriegen.
    also lieber könig, zieh dich auf deinen reichgeschmückten altenteil zurück und überlass das zepter jenen, die es können.
    ob das aber die affenbande von der sogenannten opposition sein kann, lass ich mal dahingestellt. so zerstritten wie, kann man gewiss keine opposition oder gar alternative gegen könig hugo den I. sein.

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