Tungurahua: Experten befürchten kurzfristig massive Eruptionen

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Datum: 01. Mai 2011
Uhrzeit: 15:20 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Massive Lavaströme wie 2006 befürchtet

Der aktive Schichtvulkan Tungurahua im Herzen von Ecuador kommt auch weiterhin nicht zur Ruhe. Nach den jüngsten Ausbrüchen mit Aschewolken von bis zu 7 Kilometern Höhe befürchten die Experten nun neue massive Eruptionen mit Lavaströmen, wie sie zuletzt 2006 zu beobachten waren. In den vergangenen Stunden habe sich die Aktivität des über 5.000 Meter hohen Kolossen bereits um 50 Prozent verstärkt, so das Institut für Geophysik am Sonntag (01.) in der Hauptstadt Quito.

Die Experten gehen daher von intensiven Eruptionen „in den kommenden Tagen, vielleicht in innerhalb von drei Wochen“ aus. Das mögliche Szenario wird dabei als „sehr heftig“ mit beschrieben. Die Ausbrüche könnten jedoch nicht kurzfristig vorhergesagt werden, so das Institut für Geophysik weiter. Der aktive Vulkan werde rund um die Uhr überwacht, sämtliche System seien aktiv und funktionstüchtig.

Ein Krisenstab hatte sich bereits gestern mit Staatspräsident Rafael Correa vor Ort in Baños über die zu ergreifenden Massnahmen beraten. Die Stadt in unmittelbaren Nähe des Tungurahua ist vor allem ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen. Durch die jüngsten Ausbrüche waren dort in den vergangenen Tagen zentimeterdicke Ascheschichten niedergegangen.

Die Leiterin des Zivilschutzes des Landes, Maria del Pilar Cornejo, betonte in diesem Zusammenhang, dass bereits zahlreiche Pläne zur Evakuierung der Bevölkerung ausgearbeitet seien. „Wir beginnen nun mit der zweiten Stufe der Notfallpläne, um auch die benachbarten Provinzen unterstützen zu können, wenn dort die gesamte Bevölkerung evakuiert werden muss“, so Cornejo. Hierbei werde man wie in der Vergangenheit mit den Streitkräften und den Polizeibehörden des Landes zusammenarbeiten. Diese könnten bei einem entsprechenden Alarmzustand direkt eingreifen.

In den vergangenen Tagen waren bereits hunderte Familien in der Region aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Bei den betroffenen Zonen handelte es sich vornehmlich um kleinere Dörfer an den Hängen des Tungurahua, die bei einem plötzlichen Ausbruch und den dadurch entstehenden pyroklastischen Strömen unmittelbar gefährdet sind.

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