Tierwelt in Lateinamerika: Der Riesenmanta

Datum: 09. Mai 2011
Uhrzeit: 04:11 Uhr
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Autor: Redaktion
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► In den warmen tropischen Zonen der Weltmeere zu Hause

Innerhalb der Ordnung der Rochen gehört der Riesenmanta (Manta birostris) zur Familie Mobulidae, welche insgesamt zehn Mitglieder umfasst. Mit einer Flügelspannweite von bis zu sieben Metern ist der Riesenmanta der imposanteste von ihnen. Auf Platz 2 der «Rangliste» folgt der Alfred-Riesenmanta (Manta alfredi), der nur geringfügig kleiner ist. Die restlichen Mitglieder der Familie, so zum Beispiel der Westatlantische Manta (Mobula hypostoma), sind deutlich kleiner und messen in der Breite gewöhnlich weniger als zwei Meter.

Der Riesenmanta ist wie der Walhai zur Hauptsache in den warmen tropischen Zonen der Weltmeere zu Hause. Dort hält er sich aber vorzugsweise nicht auf offener See, sondern in küstennahen Gewässern auf und besucht im Pazifik mitunter sogar die Lagunen grösserer Atolle.

Häufig wird der Riesenmanta auch als «Teufelsrochen» bezeichnet. Wie er zu diesem nicht besonders schmeichelhaften Namen kam, lässt sich nur vermuten: An seinem Kopf weist der mächtige Rochen zwei lappenartige Gebilde, sogenannte «Kopfflossen», auf, welche phantasievolle Beobachter früherer Zeiten möglicherweise an die Hörner des Teufels erinnerten wobei sein runder peitschenartiger Schwanz, sein schwarzer «Frack» und seine flügelartigen Brustflossen, mit denen er geisterhaft durchs Wasser «fliegt», natürlich bestens ins «teuflische» Bild passten. All dies dürfte letztlich zu den vielen gruseligen Geschichten über menschenmordende «Teufelsrochen» geführt haben, welche sich die Seeleute des 18. und 19. Jahrhunderts erzählten.

So würden Riesenmantas gelegentlich Boote an der Ankerkette fassen, auf hohe See ziehen und dort mitsamt der Mannschaft versenken. Oder sie würden absichtlich durch gezielte Luftsprünge Boote zum Kentern bringen. Vielleicht gingen diese Geschichten auf tatsächliche Unglücksfälle zurück; möglicherweise entbehrten sie aber auch jeglicher Grundlage und waren reines «Seemannsgarn». Verbürgte Berichte neueren Datums über «teuflisches» Verhalten von Riesenmantas liegen jedenfalls keine vor; die grossen Rochen sind für den Menschen völlig harmlos.

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