Bolivien: Unsere Lebenshaltungskosten als Familie in La Paz

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Datum: 09. Mai 2011
Uhrzeit: 09:53 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Sascha Blodau
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Da wir ja nun schon eine ganze Weile in Bolivien sind, kann ich schon mal etwas zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten sagen. Für eine große Wohnung, ca. 150qm, 3 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, Terrasse, kann man etwa 15.000 US-Dollar auf Anticreticobasis rechnen- oder auch 150 US-Dollar Miete im Monat. Anticretico hat, wie schon beschrieben, den Vorteil, dass man von den Zinsen des angelegten Geldes leben kann und keine monatlichen Mietkosten hat. Kleinere Wohnungen dürften entsprechend günstiger sein.

Im Zentrum von La Paz kann man auch sehr günstig Bolivianisch essen, für umgerechnet gut 1 Euro umfasst das Mittagsmenü (Almuerzo) vorweg ein Teller Erdnuss-Suppe, als Hauptgericht, wahlweise ein Stück Schweinebauch vom Grill mit Reis und Salat und als Nachtisch ein süßliches Bolivianisches Getränk aus getrockneten Früchten und Zimtgeschmack, alles inklusive- in einer Seitenstraße wo die Büroleute zu Mittag essen.

Essen im Chinesischen Stil kann man ganz gut für etwa 1.80 Euro als Mittagstisch, als Abendessen für etwa 3,80 Euro. Ein Bier ca. 650ml kostet hier in der Flasche ca. 0.85 Euro und im Restaurant 1,80 Euro. Zigaretten sind hier auch sehr günstig. Bei 4.000 Meter über dem Meer raucht kaum jemand, da ist der Staat auch noch nicht darauf gekommen, Steuern dafür zu verlangen. Eine normale Gasflasche kostet ca. 2.30 Euro, damit kann man etwa einen Monat kochen.

Der Internetanschluss mit einem Prepaid-USB-Surfstick kostet hier 14 Euro im Monat. Meine Stromrechnung mit der ganzen Familie, wobei die Dusche mit Strom geheizt wird, beläuft sich auf etwa 15 Euro im Monat. Wasserkosten auf etwa 5-6 Euro. Wenn wir Lebensmittel für die Woche auf dem Markt kaufen, Fleisch, Huhn, Gemüse, Obst, Mehl, Reis, Milch etc., geben wir etwa 10 Euro aus.

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Sascha Blodau hat im Jahr 2010 seinen Lebensmittelpunkt nach Bolivien verlagert. In seiner Kolumne berichtet er über das Abenteuer „Auswandern“ und die Herausforderungen des täglichen Lebens im südamerikanischen Binnenstaat.

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  1. 1
    Dominik

    Liebe Verfasserin

    Ich lebe seit einigen Jahren in La Paz und war sehr erstaunt über Ihren Artikel. Nehmen Sie mir meine Anmerkung bitte nicht übel, aber die von Ihnen genannten Zahlen sind teilweise weit entfernt von jeder Realität. Um potenzielle Auswanderer vor Fehleinschätzungen zu schützen, möchte ich daher Ihre Aussagen relativieren.
    Wohnungen mit 150qm für 150USD Miete im Monat sind in La Paz nur in Armenvierteln zu finden. In Mittelklasseviertel bewegt sich die Miete zwischen 200 und 400 USD, in der Zona Sur zwischen 400 und 700 USD. Ihre Preise für Essen gehen, Lebensmittel kaufen und Arztbesuche sind ebenfalls leicht bis massiv zu niedrig angesetzt. Alles in Allem muss man für eine 4-köpfige Familie inklusive deutsche Schule realistisch etwa vom doppelten (1100,- EUR) Ihrer veranschlagten Summe ausgehen um in La Paz gut leben zu können.

    Liebe Grüße

    Dominik

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