Jahrzehnte der Volksverdummung und Faulheit in Venezuela

Datum: 11. Mai 2011
Uhrzeit: 10:51 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Jens Mueller, Venezuela (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Man kann über Venezuela schreiben was man will, Tatsache bleibt, dass Venezuela von Natur und Klima her ein wunderschönes Land ist. Leider nehmen es die Bewohner als selbstverständlich hin, dass sie für ein ordentliches Leben selbst nur ein absolutes Minimum beitragen müssen. Dies hat im Laufe der Jahrzehnte zu einer Volksverdummung und Faulheit sondergleichen geführt, was der aktuellen Regierung allerdings gelegen kommt.

Dies beginnt schon bei der Bildung. Kann einer der Bewohner einigermaßen vernünftig schreiben und lesen nennt er sich ganz schnell Professor. Kann einer mit dem Schraubenschlüssel und Zange umgehen- ist er ein Ingenieur. Hat er geschnallt wie man eine Zündkerze auswechselt, eröffnet er eine Autowerkstatt. Überall wird geschustert und geflickt, immer weniger gut ausgebildete Handwerker stehen zur Verfügung.

Mangelnde Intelligenz kommt dem Präsidenten natürlich zu Gute. Diese Bevölkerungsschicht merkt nicht, wie sie betrogen und ausgebeutet wird- und mit ein paar primitiven Versprechungen macht sie bei der nächsten Wahl das richtige Kreuz. Wohin dies führt, sehen wir bei der erneuten Energiekrise. Wir haben stundenlange und nicht angekündigte Stromausfälle- jeden Tag wird es unerträglicher. Davon berichtet natürlich kein linkes Anzeigenblättchen. Immer weniger gut gebildete Menschen stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, Strom- Wasser- und Kommunikationsnetze können nicht professionell gewartet werden.

Eine Tatsache darf ebenfalls nicht verschwiegen werden. Alle wichtigen Posten sind natürlich nicht von fachlich qualifizierten Personen besetzt- ausschlaggebend für das besetzen der Schlüsselpositionen ist das richtige Parteibuch. Das schlimmste ist, wenn ich dann die Berichte von den linken Schmierfinken lese. Die berichten von neu erstellten Windparks etc.- und waren noch nie in Venezuela. Hier auf der Isla Margarita kann man die Wirklichkeit sehen- worüber diese Sesselhocker natürlich nicht berichten. Die vor kurzer Zeit erstellen Kleinkraftwerke funktionieren zum großen Teil schon nicht mehr. Sie wurden ganz einfach nicht fachmännisch und rechtzeitig gewartet. Auf diese Weise war der Verfall schon vorgeplant. Zusätzlich fehlt das notwendige Personal, welches für Arbeiten an diesen Anlagen qualifiziert ist.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    regina -g

    DEM will und kann ich 100% beipflichten !!!

  2. 2
    helfrid abel

    venezuela ist das ebenbild von der dominikanischen republik oder umgekehrt

  3. Die Regierung wird schon dafür sorgen das sich dies auch in Zukunft nicht ändert.Auch kein Wunder bei dieser Verstaatlichungswut.Immerhin können sie wählen, nur Leider sind Sie nicht Mündig genug dazu, und sind nicht in der Lage die Machthaber zu Hinterfragen die es wahrlich nicht gut meinen.Und Venezuela ist doch unter Chavez auf dem Weg zum Sozialismus das Ende der Fahnenspitze is da noch nicht erreicht.An dieser Entwicklung sind natürlich auch die Abnehmer des Venezolanischen Öls mitverantwortlich.

  4. 4
    marco

    Endlich bringt das mal jemand auf den Punkt!
    Und ich bin sicher, dass Herr Müller sich genügend Beleidigungen und Vorwürfe anhören muss, von denen „Geh doch zurück in dein Land!“ noch die geringste ist!
    Niemand will dort die Wahrheit hören, Venezolaner sind in den Augen von Venezolanern immer nur „amables, alegres, calidos y siempre dispuestos a ayudar a los demas“, alles andere wird als Nestbeschmutzung und Miesmacherei gebranntmarkt. Dass aber solche Augenwischerei dem Land nicht weiterhilft, sondern nur schadet, wird nicht gesehen. Und das ist wirklich schade, denn Venezuela ist ein wunderschönes Fleckchen Erde, „si no fuera por los venezolanos“, wie ein Freund aus Caracas immer zu sagen pflegt.

  5. 5
    Angiven

    Was nützt all das Gezeter? Wir extranjero ändern hier sowieso nichts.
    Das kann nur das venezolanische Volk ändern.

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