Venezuela: 120.000 Hektar Ackerland im Bundesstaat Zulia überflutet

zulia

Datum: 20. Mai 2011
Uhrzeit: 08:58 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Massive Ernteausfälle zu beklagen

Im venezolanischen Bundesstaat Zulia, am südlichen Ufer des Maracaibo-See, sind durch den ständigen Regen der letzten drei Monate rund 120.000 Hektar Ackerland überflutet, inzwischen kommt es zu gewaltigen Ausfällen in der Landwirtschaft.

Laut Angaben regionaler Regierungsvertreter ist die Fleisch-und Milchproduktion am härtesten betroffen und um rund 60% zurückgegangen. Straßen und Zufahrtswege sind überflutet, Weideflächen stehen unter Wasser. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit leidet das Vieh unter vermehrt auftretenden Viruserkrankungen. Als Folge der Überschwemmungen durch überlaufende Flüsse ist die Produktion auf den Bananenplantagen um 70% und bei Blattgemüse um 90% gefallen.

Durch die Ernteausfälle wird die finanzielle Lage bei den Erzeugern zunehmend  kritisch. Nachdem die Regierung in den letzten Tagen für acht Bundesstaaten den Ausnahmezustand um weitere drei Monate verlängerte, kündigte Präsident Chavez für die Provinz Táchira über seinen Twitter-Account die Verhängung des Notstandes an. Damit werden innerhalb kürzester Zeit Notreserven freigegeben und der Verwaltung zur Verfügung gestellt.

Im November und Dezember starben durch die Unwetter 38 Menschen, mehr als 130.000 Personen waren direkt betroffen. Viele der Obdachlosen wurden in Regierungs- und Militäreinrichtungen, einschließlich dem Präsidentenpalast Miraflores, untergebracht. In den letzten Tagen kam es erneut zu heftigen Regenfällen und Erdrutschen, viele Häuser und Straßen wurden verschüttet.

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  1. 1
    Angiven

    Ja wunderbar,Milch und Fleisch 60%,Bananen70%,Gemüse 90%.Nun
    werden wir bald gar nichts mehr zum Essen kaufen können.Sind nun auf Fresspakete von zu Hause angewiesen,die nie ankommen werden.Wie das hier noch weitergehen soll weiß der Himmel.Was ich nicht ganz verstehe,werden nur in Zulia Südufer des Maracaibosees Rinder gezüchtet,
    Gemüse angebaut,und Bananenstauden gepflanzt? Was ist mit dem Rest von Venezuela,wird da überhaupt keine Landwirtschaft betrieben?Es
    kann doch sonst nicht sein,daß es dermassen hohe Ausfälle gibt.

  2. 2
    der ausrufer

    was sind den schon 120.000 ha land, wo doch millionen agrarland bebaut werden (oder werden sollten) aber die ganze landenlandwirtschaft liegt ja ausschliesslich in einem bundesstaat…. hahahahaha
    jetzt haben sie wenigsten wieder einen aufhänger um das eigene versagen zu rechtfertigen.!

    sie sind ja nicht mal fähig, ihr eigenes handy anständig zu verteilen…. produktionsprobleme, vermarktungsprobleme u.v.m. warum lassen denn diese affen nicht fach leute ans werk? militär gehört in die kasernen, dort schaden sie am wenigsten, und vermarkter sollen vermarkten. wenn man aber die welt neu erfinden will, fällt man oft auf die schnautze.

    ha ha ha

  3. 3
    la luna

    @ angiven
    genau das hab ich mich beim lesen des artikels auch gefragt ;-)

    die sache mit dem regen kommt hugo doch gerade recht…..
    es ist „wasser auf hugo’s mühlen“ sozusagen :-)

    der regen ist jetzt an allem elend und mangel hier schuld……ich lach mich schlapp…..obwohl die lage schon lange nicht mehr zum lachen ist !!

    besonders schlimm finde ich aber, dass er mit solchen aussagen/ausreden bei seinen anhängern auch noch durch kommt…..

    denkt eigentlich noch einer daran, dass es auch mal eine zeit vor dem „grossen regen“ gab…. und das es in punkto lebensmittel vorher auch nicht viel rosiger ausgesehen hat ????

  4. 4
    Angiven

    Das ist es ja eben.Einmal ist die Dürre schuld,dann ist der Regen schuld.
    Muss für Venezuela eine eigene Klimazone gebacken werden.Andere
    SA-Staaten hat es viel schlimmer erwischt,die haben aber keine 60-90%
    Produktionseinbußen.Da stimmt es doch hinten und vorne nicht mehr.
    Wir können jetzt wieder tagelang um Milch, Butter und Margarine,vom
    Fleisch gar nicht zu reden,rumlaufen und suchen wo es noch ein paar
    vergammelte Reste gibt.Ich habe die Schnauze voll,und gehe für 3 Monate auf Heimaturlaub.

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