Venezuela: US-Embargo sorgt nur für vereinzelte Proteste

Datum: 29. Mai 2011
Uhrzeit: 04:44 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 10 Kommentare
Autor: Heinz Mueller, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Das gegen Venezuela verhängte Embargo hat selbst in der Hauptstadt Caracas nur für vereinzelte Proteste gesorgt. Als ich am gestrigen Samstag geschäftlich in der Stadt zu tun hatte, war ich erstaunt darüber, dass nur ein paar kleine Häufchen fahnenschwingender Genossen durch die Strassen zogen. Entweder ist dem bolivarische Führer das Geld zum bezahlen seiner Lakaien ausgegangen, oder es interessiert wirklich niemanden. Die Menschen haben ja auch genug Probleme, angesichts der leeren Regale in den Supermärkten.

Erst unlängst war ja wieder ein Skandal mit den aufgedeckten illegalen Waffenkäufen aus Spanien. Da hat sich wieder gezeigt, was der nur in der Unterschicht beliebte Führer für Dreck am Stecken hat. Von den sichergestellten Computerdaten über seine Zahlungen an die FARC ganz zu schweigen. Bleibt abzuwarten, wie lange sich das die USA noch anschauen. Dieser Despot ist eine Gefahr für die ganze Region und gehört deswegen ruhig gestellt.

Allerdings hat die Regierung ja schon klein beigegeben und mitgeteilt, weiterhin Öl in die USA zu liefern. Ein klares Zeichen dafür, dass außer großen Worten einmal mehr aus Caracas nur heiße Luft über den Atlantik weht.

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  1. 1
    togo

    Große Proteste gegen das Embargo sind aber erst heute Sonnatg geplant…

  2. 2
    togo

    „Von den sichergestellten Computerdaten über seine Zahlungen an die FARC ganz zu schweigen.“

    Da muss man aber dazu sagen, dass diese Daten anscheinend manipuliert wurden und nicht einmal die kolumbianischen Gerichte erkennen die Daten an…

  3. 3
    Gustavo

    @Heinz Mueller alias Jens Mueller

    Wollen Sie mit Ihrem Rumgeschreibsel fehlende Aufmerksamkeit auf sich ziehen?
    Jeden Tag schreiben Sie irgendwelchen Nonsens, der weder Hand noch Fuß hat.
    Der vorherige Artikel von Dirk Knauer über Haiti war so wunderbar, der hätte auch etwas länger an erster Stelle stehen bleiben können.

    Aber zurück zu Ihren Anschuldigungen: „Erst unlängst war ja wieder ein Skandal mit den aufgedeckten illegalen Waffenkäufen aus Spanien.“

    Haben Sie das Bild von diesen winzigen Helikoptern gesehen? Von denen könnte man höchstens Stinkbomben abwerfen, geschweige denn Raketen.

    * „Von den sichergestellten Computerdaten über seine Zahlungen an die FARC ganz zu schweigen.“

    Interpol misstraut diesen „Daten“ zu Recht, denn es wurden laut deren Spezialisten nach dem Bombardement des FARC-Lagers knapp 10.000 Dateien auf den besagten Datenträgern delittantisch geändert bzw. etwa 2.500 gelöscht.

    * „Bleibt abzuwarten, wie lange sich das die USA noch anschauen.“

    Ja, am besten die USA entsenden wieder eine Kampfbomber-Friedenserhaltungsstaffel wie seinerzeit bei Dr. Salvador Allende und ermorden 3.000 Demokraten und setzt wieder für Jahrzehnte eine Marionetten-Diktatur ein, die mit einserner Hand herrscht! Genügend Gründe haben sie sich schon zusammengebastelt, um sich das Öl wieder unter den Nagel zu reißen.

    Vor kurzem wurde Bolivien beschuldig, Lithium (weltgrößtes Vorkommen in Bolivien) an die Iraner liefern zu wollen, womit letztere Atomwaffen bauen könnten. Jedoch ist das völliger Quatsch, denn aus stinknormalem Meerwasser könnte man dafür sehr leicht genügend Lithium extrahieren.

    Für die Hetz-Kampagnen der USA gegen missliebige Regierungen und deren Lebensweisen ist den Amis jedes noch so billige Mittel recht, um diesen Regierungen Schaden zuzufügen bzw. sie zu stürzen.

    „…denn die historische Erfahrung zeigt, dass Faschismus mit einem ausbeuterischen Kapitalismus nur zu gut zusammenpasst und der Kapitalismus Demokratie nur so lange braucht, solange die Politik nach seiner Pfeife tanzt.“

    -Heiner Flassbeck-

    • 3.1
      Heinz

      @Ja, am besten die USA entsenden wieder eine Kampfbomber-Friedenserhaltungsstaffel.

      Beifall, wo Sie Recht haben, da haben Sie Recht.

    • 3.2
      roland-g

      ist das hier wieder krothesk :)

  4. 4
    Angiven

    Die können protestieren bis ihnen die Füße abfallen.Sanktion ist Sanktion
    und das zu Recht.Wer gegen die Weltgemeinschaft intregiert hat es nicht anders verdient.Außerdem kann Chavez die Öllieferungen in die USA ein-
    stellen.Davor wird er sich aber schwer hüten,denn dann ist Venezuela rest-
    los pleite.Am wenigsten hat das Volk an dem Ölgeschäft.Das braucht er für
    seine hochtrabenden Pläne,die auch Pläne bleiben,weil sie nie umgesetzt
    werden.Hier laufen schon Wetten wie lange Chavez noch braucht bis er
    die Staatspleite verkünden muß.

  5. 5
    der ausrufer

    also gustavo, vielleicht tun sie dem müller unrecht, denn so unrecht hat er bestimmt nicht. die proteste waren für heute sonntgagangesagt und finden auch statt. dass die amis bomber senden, wird wohl mit den in vorbereitung befindlichen raketensilos für mittelstreckeraketen, schon viel früher passieren als wir denken. wer ernsthaft glaubt, dass die amis es zulassen, dass eine verrückte regierung wie chavez zusammen mit den verrückten aus iran eine rakenbasis ungestraft bauen, wird sich schwer geirrt haben.

    das war doch schon mal in kuba so? oder nicht?
    wenn die amis sich bedroht fühlen, schlagen sie immer zuerst zu und fragen später. wobei meist niemand mehr da ist von früher den man fragen könnte.

    als hugo, am besten geht die regierung schon mal im hospital schlafen, man weis ja nie…… genau wie gadaffi

  6. 6
    der ausrufer

    und noch was gustavo, die amis sind so ziemlich die einzigen, welche ihre oelliferungen auch mit cash bezahlen. alle andern lassen anschreiben, zu 1% im jahr und chavez besorgt sich am internationalen markt mit seinen bonos geld zu 12 3/4%p .a. und den rest bezahlen die venezolaner.

    das ist auch eine art von sozialismus, ob der aber gut für venezuela ist, sei dahingestellt.

    aber seien sie glücklich, es gibt ja wenigstens noch genügend linke subjekte wie sie, die den ganzen scheiss hier verherrlichen.
    warum kommen sie nicht her und arbeiten hier für ihr geld, dann haben sie auch das recht ihren ungewaschenen mund aufzureissen.

  7. 7
    Sumer

    Ich lese latina-press jetzt seit einigen Monaten; ich war froh, dass die Kuba-Kolumne von dem unerträglichen Jörn Ehrenheim gestrichen wurde… dafür jetzt ein Heinz Mueller? Auch werter Herr ausrufer, was soll ihre völlig sinnlose Beleidigung? Haben sie keinen Anstand?

    Ich möchte die Redaktion darauf hinweisen, dass ich diese Art von „Nachrichten“ nicht unterstützen werde, auch wenn es als Kolumne daher kommt. Ich hoffe, das so etwas nicht zum Standard wird.

    Sumer

  8. 8
    roland-g

    „Ich möchte die Redaktion darauf hinweisen, dass ich diese Art von “Nachrichten” nicht unterstützen werde“

    Sind Sie Eigentümer oder beteiligt an latina-press oder wie soll man diesen Kommentar werten?
    Was gefällt Ihnen denn nicht an den Berichten von Herrn Müller?

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