Venezuela: Außer Spesen nichts gewesen

pleite

Datum: 24. Juni 2011
Uhrzeit: 15:29 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Heinz Mueller, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Um sich einmal mal auf ein spezielles Problem in Venezuela konzentrieren zu können, nehme ich mich als Betroffener der dauernden Probleme im Stromverbrauch an. Die Bevölkerung wuchs in den letzten 12 Jahren viel schneller als die bolivarianische Revolution denken kann. Mit den reichliche fliessenden Ölgeldern mußten erstmals Familien Verwandte und Bekannte und vor allem Parteigänger in Millionäre verwandelt werden. So auch der Bruder des Justizministers der im vergangenen Jahr, auf wundersame Weise, schnell mal über 21 Millionen Dollar auf sein Schweizer Bankkonto verbuchen konnte (mit Regierungsaufträgen für Gefängnisausstattungen? … welch Luxus)

Im Zuge der willkürlichen Verstaatlichungen und Enteignungen gingen auch die Stromversorger an den Staat. Mit den alten Stromversorgern war man, was die Versorgung anging, mehr oder weniger zufrieden. Da die Besitzer der Stromversorger aber wissen mussten, daß sie verstaatlicht würden, wurde aus verständlichen Gründen über Jahre nichts mehr in die Infrastruktur gesteckt, weil diese Investitionen bei der Verstaatlichung, großteils verloren gewesen wären.

Nun war die Revolutionsregierung am Schalthebel des Lichts. Statt nun aber erstmals die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und der Bevölkerungszahl anzupassen, kaufte Don Regalon Hugo für Unsummen jegliches-, unnützes- und veraltetes- Kriegsspielzeug, damit seine Generäle ruhig blieben. Milliarden versickerten im einer beispiellosen Landwirtschaftsreform, über 60 Milliarden Dollar gingen an andere Länder, um dem Ansehen des Hugo Chavez genüge zu tun.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    margaritatom

    sehr geehrter Herr Müller?

    warum leben Sie in Venezuela? Was bezahlen Sie im Monat für Strom, Lebensmittel und Benzin? Oder Steuer?
    Von nichts kommt nichts…Regen Sie sich doch mal über die Benzinpreise auf. Wär‘ doch mal was Neues.

    Gruss aus Margarita

  2. 2
    Pit

    Mahlzeit,
    ich denke H. Müller zeigt nur auf was echt daneben läuft. Und wenn H. Margaritatom seine Euro auf dem Schwarzmarkt tauscht dann ist es ja auch echt billig hier. Wer jedoch das Geld in Venezuela verdienen möchte für den wird es teuer. MFG

  3. 3
    Angiven

    ok, strom ist billig,aber dafür haben wir fast jeden 2. tag für stunden keinen.
    benzin ist sehr billig,interessiert mich nicht habe kein auto.fahren schon genug von diesen luftverpester auf der insel rum. grundsteuer bezahle ich hier genau so viel wie in deutschland,und für jeden furz muß man auf den ämtern geld hinlegen.lebensmittel sind hier oft doppelt so teuer als in deutschland. von gemüse und obst gar nicht zu reden den die sind ver-
    gammelt und sauteuer. beweis: http://www.lidl.de http://www.aldi süd.de
    http://www.pennymarkt.de da könnt ihr mal nachsehen wo es hier billig sein soll.
    was sonst in diesem land schief läuft kann ich herrn müller nur beipflichten.

  4. 4
    1ping

    ich kann das gejammer meiner **deutschen mitbürger** nicht mehr hören,
    die jammern in ***Deutschland*** — die jammern im ausland, da ihnen dort kein zucker in den **ARSCH** geblasen wird, wie sich es sich erhofft haben, andere länder, andere sitten, ENDE !!!

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