Nach Randale: Copa América fehlt derzeit Stadion für Finale

el-monumental

Datum: 06. Juli 2011
Uhrzeit: 17:07 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Geplante Spielstätte wurde bei Ausschreitungen verwüstet

Bei der diesjährigen Copa América in Argentinien ist das geplante Stadion in Buenos Aires derzeit nicht für die Austragung des Finals geeignet. Dies bestätigte nun der Präsident des Organisationskomitees der Copa Amércia 2011, Dr. José Luis Meiszner. Seiner Aussage nach befindet sich das Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti in der argentinischen Hauptstadt momentan „nicht in einem geeigneten Zustand“, das Endspiel auszutragen. Über eine Verlegung will Meiszner derzeit jedoch noch nicht nachdenken, allerdings müsse schnellstmöglich eine Lösung oder eine anderweitige Entscheidung herbeigeführt werden.

In der grössten Arena des südamerikanischen Landes war es Ende Juni nach einem Ligaspiel zu massiven Ausschreitungen gekommen, bei der erheblicher Sachschaden entstand. Der Traditionsverein River Plate, Eigentümer des Stadions, war erstmalig in seiner 110-jährigen Geschichte aus der obersten Fussball-Liga des Landes abgestiegen, worauf frustrierte Fans ihrem Unmut Luft machten. „Es sind eben nicht nur 10 Scheiben zerbrochen“ resümierte auch der Copa-Chef ehrlich und verwies auf die zerstörte Infrastuktur, die vor allem die Arbeit der erwarteten Journalisten erheblich beeinträchtigen würde.

Mit seinen knapp 53.605 Zuschauerplätzen ist El Monumental prinzipiell der idealste Austragungsort für das Endspiel der Südamerikameisterschaft. Allerdings stehen mit La Plata (53.000 Plätze) sowie Córdoba (46.000 Plätze) und Mendoza (48.000 Plätze) Alternativen bereit. In den Arenen San Juan (25.000), Santa Fe (32.500), San Salvador de Jujuy (24.000) und Salta (20.500) sind die Kapazitäten für ein Finale eines so bedeutenden Turnier einfach unzureichend.

Wann jedoch für die Fans aus dem In- und Ausland endgültig Klarheit über den Final-Schauplatz besteht, liess Meiszner noch offen. Es werde „bald“ eine Entscheidung getroffen. Zunächst müsse jedoch eine Inspektion durch das Organisationskomitee durchgeführt und ein Treffen mit Vertretern des südamerikanischen Fussballverbandes (CONMEBOL), sowie des betroffenen Vereins River Plate abgehalten werden.

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