PayPal: Internetshop-Besitzer soll Waren aus Kuba entfernen

Datum: 27. Juli 2011
Uhrzeit: 08:51 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Micropayment-System aus Shop entfernt

PayPal, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens eBay (im Juli 2002 erworben), hat den deutschen Internetshop „Rum & Co Spirituosen Shop“ aufgefordert, sämtliche Verkaufswaren aus Kuba zu entfernen. Dabei ist es dem Micropayment-System egal, ob die Gegenstände auf der kommunistisch regierten Karibikinsel gefertigt oder von anderen Herstellern zugekauft wurden.

Rum-&-Co-Inhaber Thomas Altmann bestätigte gegenüber agência latina press, dass er von PayPal aufgefordert wurde, alle kubanischen Waren (Zigaretten, Rum, Aschenbecher etc.) von seiner Website zu entfernen. Mit dem Verkauf dieser Waren würde er gegen die Nutzungsbedingungen des Konzerns verstoßen, wurde gegenüber Altmann argumentiert. Nach seiner Meinung will der US-Konzern eBay damit das seit Jahrzehnten bestehende Handels-und Wirtschaftsembargo gegen Kuba unterstützen.

„Da machen wir nicht mit und sehen dies auch nicht ein. Wir liefern innerhalb der Europäischen Union und lassen uns von US-amerikanischen Firmen nichts diktieren“, erklärte Altmann in einem Telefongespräch mit agência latina press. Der Firmeninhaber hat PayPal aus seinem Shop entfernt, die Zahlungshinweise wurden entsprechend abgeändert.

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  1. 1
    Peter

    Und genauso gehört es gemacht: Es gibt Alternativen zu Paypal und man soll sie ruhig spüren lassen, dass man sich von amerikanischen Konzernen nicht das Leben vorschreiben lässt.

    Und ja, auch wenn es weit hergeholt klingt: Jemandem vorzuschreiben, was er verkauft oder anbietet, ist auch ein Eingriff in die Lebensgestaltung des Bürgers.

    Kurz: ein amerikanischer Konzern hat einem europäischen Bürger nicht vorzuschreiben, was er anbietet, kauft oder verkauft. Dann verzichtet man eben auf den amerikanischen Geschäftspartner und schaut sich nach Alternativen um.

    Bravo!!!

  2. 2
    rolli

    ok, versteh ich! Trotzdem, jeder Tourist, jeder der Waren aus Kuba verkauft, hilft dem Unterdrückungsregime länger am Leben zu bleiben und einer kleiner Verbrecherklicke zu erheblichem Wohlstand!!

  3. 3
    der demokrat

    BEIDE SYSTEME „K’UBA +USA“
    sind schweinsysteme. die einen unterdrücken mit aller macht das eigen volk und die andern glauben dass sie das recht hätten der ganzen welt zu befehlen, was „wann, wie, von wo, zu hin, gegen wen, mit wem) zu geschehen hat.
    DAS EIN WIE AUCH DAS ANDERE SYSTEM GEHOERT ABGELOEST!

    wenn irgend ein land gegen die menschenregeln verstösst, gibt es die uno, welche in gemeinschaft sanktionen verhängen kann, wobei auch dieser sauladen reorganisiert werden muss. und die ganze vetomächte haben in einer völkergemeinschaft schon lange nichts mehr zu suchen.

    es wird höchste zeit, dass man die uno entweder reorganisiert oder aber gleich eine neue organisation aufbaut, und dabei auf die gemachten fehler verzichtet.

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