Odebrecht hat Wahlkampf von Kuczynski und Fujimori finanziert

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Odebrecht war einst der Stolz von Brasilien (Foto: Odebrecht)
Datum: 01. März 2018
Uhrzeit: 06:08 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Von Argentinien über Venezuela bis Mexiko erschüttert ein gigantischer Korruptionsskandal ganz Lateinamerika. Der brasilianische Baukonzern Odebrecht soll amtierende und frühere Präsidenten bestochen haben, im Wochenrhythmus gibt es neue Enthüllungen. Wie eine Spinne webte Odebrecht ein Netz aus Geheimkonten, Briefkastenfirmen und Geldwäschern, das die Baufirma über ganz Südamerika gelegt hatte. Der Mischkonzern mit Hauptsitz in Salvador da Bahia zog die Fäden auch bis nach Lima, der ehemalige Vertreter des Konzerns in Peru, Jorge Barata, gab in seiner Vernehmung mit dem Staatsanwalt José Domingo Pérez neue Details bekannt.

Demnach hat das Unternehmen die Kampagnen von mindestens sechs Politikern in Peru zwischen 2006 und 2013 finanziert. Darunter befinden sich die Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori, die Ex-Präsidenten Alejandro Toledo, Alan García und der derzeitige Präsident des Landes, Pedro Pablo Kuczynski. Barata hat angedeutet, dass Odebrecht 300.000 Dollar zu Kuczynskis Kampagne im Jahr 2011 beigetragen hat. Diese Summe wurde nach Angaben von Barata an Susana de la Puente, derzeit Perus Botschafterin in Großbritannien ist, übergeben.

Kuczynski bestreitet, von Barata oder Odebrecht Geld erhalten zu haben. „Ich, Pedro Pablo Kuczynski, habe noch nie eine Spende von Barata erhalten. Ich habe keine Finanzierung von dieser Quelle für meine Präsidentschaftskampagnen bekommen“, so der Präsident auf seinem Twitter-Account. Ebenso hat der brasilianische Geschäftsmann versichert, dass Odebrecht 1,2 Millionen US-Dollar zu Keiko Fujimoris Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2011 beigesteuert hat.

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