Belém: Baby aus Venezuela stirbt an Masern

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Insgesamt hat Brasilien bisher 5.630 Fälle von Masern bestätigt (Foto: Ministerio)
Datum: 27. August 2018
Uhrzeit: 11:39 Uhr
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Autor: Redaktion
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Das Universitätsklinikum João de Barros Barreto (HUJBB) in Belém (Hauptstadt des im Norden gelegenen brasilianischen Bundesstaates Pará) hat am Samstag (25.) Masern als Todesursache eines vier Monate alten venezolanischen Baby bestätigt. Im Blut des in den frühen Morgenstunden des Freitag verstorbenen Kindes wurde zudem das Influenza-A-Virus H1N1 entdeckt.

Brasiliens bestätigte Masernfälle haben sich vom 17. Juli bis zum 14. August fast verdoppelt. Laut dem aktuellen epidemiologischen Bericht des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Erkrankungen von 677 im Juli auf 1.237 im August (plus 45,2 Prozent). Brasília betont, dass der Anstieg auf zwei Ausbrüche in den Bundesstaaten Roraima und Amazonas zurückgeht, die von Flüchtlingen aus Venezuela regelrecht „geflutet“ werden.

Aus Venezuela findet die größte Massenflucht in der lateinamerikanischen Geschichte statt. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben bis Juni ungefähr 2,3 Millionen Menschen das vor dem Staatsbankrott stehende Land verlassen. Sie flüchten vornehmlich nach Kolumbien, Ecuador, Peru, Brasilien oder in die USA.

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