Historische Chance Venezuela neu zu demokratisieren

brasilien

Brasiliens Außenminister Ernesto Araújo (Foto: Rodrigues Pozzebom / Agência Brasil)
Datum: 05. Januar 2019
Uhrzeit: 10:10 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Kurz vor Beginn der zweiten Amtszeit von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro haben dreizehn Staaten Lateinamerikas und Kanada des Despoten aufgefordert, auf die Vereidigung zu verzichten. In einer gemeinsamen Erklärung äußerten sie Zweifel an der Legitimität des Staatsoberhauptes und forderten ihn dazu auf, die Macht abzugeben um die Demokratie wiederherzustellen. Brasiliens Außenminister Ernesto Araújo sprach auf seinen Twitter-Account von einer „historischen Chance“, um Venezuela „neu zu demokratisieren“.

„Die Erklärung der Lima-Gruppe nimmt den brasilianischen Vorschlag an, in dem Maduro aufgefordert wird, sein unrechtmäßiges Mandat am 10. Januar nicht anzunehmen und der vom Volk gewählten Nationalversammlung die Macht zu übertragen, bis demokratische Wahlen abgehalten werden. Die ist die historische Chance, Venezuela neu zu demokratisieren“.

Bei einem Treffen in Lima stimmten die Außenminister von 13 der 14 Länder, aus denen sich die Gruppe zusammensetzt, der Erklärung zu, in der vorgeschlagen wird, Neuwahlen in Venezuela abzuhalten und die Wiederwahl von Maduro nicht anzuerkennen. Die Möglichkeit einer militärischen Intervention wurde abgelehnt. Neben Brasilien, Argentinien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Guyana, Honduras, Panama, Paraguay, Peru und St. Lucia unterzeichnete lediglich das linksregierte Mexiko, das ebenfalls zur Lima-Gruppe gehört, den Text nicht.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Peter Hager

    Genauso gut könnten diese weltfremden Traumtänzer alle Raubtiere der Welt dazu auffordern, sich zukünftig nur noch vegan zu ernähren. Der Vorschlag von Hombre hingegen orientiert sich an der Realität.

  2. 2
    Peter Hager

    Leider ging der „Vorschlag von Hombre“ irgendwo im outer Cyperspace verloren. Sinngemäß wollte er wohl sagen, daß nur eine militärische Intervention des Auslandes Erfolg versprechen könnte. Er hatte dies wohl so formuliert, daß man es als Aufruf zur Gewalt halten könnte. Aber wer denkt denn nur an so was! – Wir wollen doch nur, daß die störenden Übeltäter möglichst bald nicht mehr existieren. Natürlich nur aufgrund von Einsatz rechtsstaatlicher Mittel. Die sind ja immer legitim und gerecht, und auf Gewalt hat unser Rechtsstaat sogar das Monopol! Dann kann doch eigentlich nichts Schlechtes dran sein, oder kommt mir da die Logik durcheinander…?

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